02.03.2018 - 20:20 Uhr

Kommentar zur Verlegung der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" Wehmut bei Soldaten

Wehmut ist erlaubt, nun, da sich die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" von Amberg verabschiedet. Bei den Soldaten, bei den Ambergern und bei den vielen Reservisten und Ehemaligen, die sich den "Zwölfern" bis heute verbunden fühlen. Die unter Denkmalschutz stehende Leopoldkaserne bot eine eigene, eine bayerische Tradition. Im Gegensatz dazu stehen jene Kasernen in Bayern, darunter auch Brigadestandorte wie in Bad Reichenhall, deren Architektur bis heute den Ungeist der NS-Zeit widerspiegelt.

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Der neue Brigadestandort, die Nordgaukaserne, ist ein Bauwerk der Bundesrepublik. Das tröstet. In Cham werden die "Zwölfer" genauso herzlich aufgenommen wie in Amberg und allen anderen Standorten der Bundeswehr in der Oberpfalz und Niederbayern. Und: In Ostbayern können Soldaten in Unform auf die Straße gehen, ohne angefeindet zu werden. Keine Selbstverständlichkeit.

Die Verlegung der Brigade folgt regionalpolitischen Erwägungen, wie so viele militärpolitische Entscheidungen. Gleichwohl lässt sich aus der Fehlentscheidung von 2011 viel lernen, nun, da die Bundeswehr wieder ordentlich ausgerüstet werden soll. Es gilt auf das strategisch Sinnvolle zu schauen, nicht auf das politisch Opportune.

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