23.09.2016 - 17:52 Uhr
Oberpfalz

Kundgebung am 1. Oktober in Amberg und Kreuth - AfD als antimodern kritisiert Petry-Auftritt: Bündnis für Toleranz ruft zum Protest auf

Rieden. "Bunt, kreativ, laut!" So wollen zivilgesellschaftliche Gruppen auf den geplanten Auftritt der AfD-Bundeschefin Frauke Petry im Riedener Festsaal auf Gut Matheshof in Kreuth reagieren (wir berichteten). Das "Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte" plant deshalb Kundgebungen am Samstag, 1. Oktober, ab 14 Uhr auf dem Amberger Marktplatz und ab 18 Uhr im Riedener Ortsteil Kreuth.

von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Viele Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen sind mit dabei. Der Sprecher des Bündnisses, Hans Lauterbach, kündigt viele kreative Aktionen auf dem Marktplatz an. "Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass die AfD nicht nur fremdenfeindliche, sondern auch frauen- und ökologiefeindliche sowie andere gesellschaftlich fragwürdige Themen im Programm hat."

In einem Aufruf kritisiert das Bündnis die Partei, die Wahlerfolge bei vielen Landtagswahlen feiert, als antimodern. So sei sie etwa "für die Schwächung von Arbeitnehmerrechten" und "befürwortet die Aufrechterhaltung der Atomkraft", heißt es in dem Bündnisschreiben. Noch ist nicht sicher, ob der Auftritt von Petry in Kreuth zustande kommt. Der Betreiber von Gut Matheshof hat dem Vernehmen nach den Mietvertrag mit der AfD wegen Vertragsbruch gekündigt. "Die Veranstaltung in Amberg findet trotzdem statt", bestätigt Lauterbach. Falls die Bundeschefin für ihre Rede an einen anderen Ort ausweiche, werde man sich spontan dort versammeln. Auf den Facebook-Seiten der Alternative für Deutschland wird der Auftritt in Kreuth weiter groß beworben. "Auch im Hinblick auf die Bundestagswahlen wird das Bündnis weiter aktiv sein", kündigt Lauterbach an. Die AfD betrachtet die Rede von Petry als "Auftakt zum Bundestagswahlkampf 2017 in der Oberpfalz".

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