04.05.2018 - 22:28 Uhr
Oberpfalz

Landesamt für Pflege startet noch in diesem Jahr Amberg zieht das große Pflege-Los

Das neue Landesamt für Pflege mit Sitz in Amberg wird bereits im Sommer seine Arbeit aufnehmen. Und es soll bis zu 350 Mitarbeiter bekommen, sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag in Amberg.

"Die neue Behörde soll so schnell wie möglich autark arbeiten können." Zitat: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zum Landesamt für Pflege in Amberg
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Huml hatte bei ihrer Stippvisite an der Vils Finanzminister Albert Füracker dabei, der bekräftigte, dass Anträge für das neue Pflegegeld, das künftig von der neuen Behörde ausbezahlt werden soll, bereits in wenigen Tagen gestellt werden können. Bis die ersten 50 Mitarbeiter des neuen Landesamts für Pflege (LfP) in Amberg starten, übernimmt laut Füracker die Finanzbehörde die Bearbeitung der Anträge und die Erfassung der notwendigen Daten. Am Ende sollen 350 Menschen im Amberger Landesamt arbeiten. Das Pflegegeld von bis zu 1000 Euro pro Jahr soll an Menschen gezahlt werden, die sich um einen Familienangehörigen kümmern, der mindestens Pflegestufe 2 besitzt. Allerdings wird das nicht die einzige Aufgabe des Landesamts bleiben, das vollständig dem Gesundheitsministerium zugeordnet sein wird. Darüber hinaus soll das LfP laut Ministerin Huml den Ausbau der Pflege-Infrastruktur unterstützen. Darunter fällt unter anderem das Fünf-Millionen-Euro-Programm für mindestens 500 neue Plätze in der Kurzzeitpflege pro Jahr zur Entlastung der Familien von Pflegebedürftigen. Zudem sollen ab 2019 jährlich 60 Millionen Euro für rund 1000 neue Pflegeplätze zur Verfügung stehen. Das Landesamt wird auch Aufgaben im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung, der Demenzstrategie und des Ehrenamtes in der Pflege übernehmen.

Finanzminister Albert Füracker machte am Freitag in Amberg deutlich, die Bayerische Staatsregierung reagiere mit der Gründung der Behörde in Amberg auf die strukturellen Probleme, die der Abzug der Bundeswehr der Stadt bereite. "Wir tun alles, um die Stadt Amberg zu stärken", sagte er. Seiner Aussage nach kommen in Bayern rund 360 000 Menschen für das neue Pflegegeld in Betracht. Notwendig für den Antrag sei einzig der Nachweis der Pflegestufe 2 und höher sowie ein Wohnsitz in Bayern.

Die neue Behörde soll so schnell wie möglich autark arbeiten können.Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zum Landesamt für Pflege in Amberg
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