13.12.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Leserbriefe: Panikmache bei Glyphosat

Zum Alleingang von Bundeslandeswirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU):

von Externer BeitragProfil

Zu behaupten, dass der Agrarminister vor einer Chemie-Lobby eingeknickt ist, gleicht - ohne Beweise - übler Nachrede. Es gibt keinerlei Beweise, dass Glyphosat für einen Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich ist. Es hat aufgrund seiner Pflanzen-spezifischen Wirkungsweise keinerlei schädigende Wirkung auf tierische Lebewesen. Ich habe höchsten Respekt vor Schmidt, dass er sich unter dem öffentlichen Druck diese Entscheidung zugetraut hat. Unsere Volksvertreter sind dazu da - unter Abwägung aller Aspekte und wissenschaftlicher Erkenntnisse - die beste und richtige Entscheidung zu treffen.

Die Folge eines Verbotes wäre, dass andere Wirkstoffe im Pflanzenbau eingesetzt werden, die aber keinesfalls harmloser wären als das Glyphosat. Außerdem wäre ein Rückgang von bodenschonenden und erosionsmindernden Anbauverfahren die Folge. Wer das eigentlich nicht vorhandene Risiko von Glyphosatrückständen in Nahrungsmittel umgehen will, kann jederzeit auf biologisch erzeugte Nahrung zurückgreifen. Diese gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt und niemand braucht nach der Politik zu rufen, weil er es selber in der Hand hat, was auf den Teller kommt. Ich hoffe, dass der mündige Wähler zwischen Panikmache und sachbezogener Politik unterscheiden kann.

Bernhard Wiesner, 92287 Schmidmühlen

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