20.04.2018 - 17:16 Uhr
Oberpfalz

Neue Details zum Landesamt für Pflege in Amberg Start mit einem "Brückenkopf"

Das neue Landesamt für Pflege entsteht in Amberg: Schon im Sommer soll die Behörde offiziell ihren Betrieb aufnehmen. Wie das gehen soll, ist noch nicht klar. Aber es gibt erste Ansätze.

"Wir horchen genau hin, wo wir helfen können, damit wir optimal vorbereitet sind." Zitat: Oberbürgermeister Michael Cerny
von Uli Piehler Kontakt Profil

Richtig Schwung wird in den Behördenaufbau wohl erst kommen, wenn Gesundheitsministerin Melanie Huml nach Amberg reist, um mit Oberbürgermeister Michael Cerny und Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz das weitere Vorgehen zu besprechen. "Erste Priorität hat jetzt die Vorbereitung dieses Treffens", sagte Cerny am Freitag. Die Stadt sei bereits mit dem Ministerium im Gespräch. Derzeit ist ein Termin in der ersten Mai-Woche anvisiert. "Wir horchen genau hin, wo wir helfen können, damit wir optimal vorbereitet sind." Dazu habe es auch im Rathaus schon erste interne Gespräche gegeben.

Landespflegegeld zahlen

Cerny will der Ministerin eine Reihe von möglichen Immobilien anbieten. Er verweist aber darauf, dass für die Unterbringung von Landesbehörden die staatliche Immobiliengesellschaft Imby zuständig ist. "Die müssen das Ganze natürlich unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten." Der OB geht davon aus, dass ziemlich bald ein "Brückenkopf" des neuen Landesamtes in Amberg errichtet wird und die Einrichtung dann Schritt für Schritt wächst.

Das deckt sich mit den ersten Verlautbarungen aus dem Gesundheitsministerium. Von einem "schrittweisen Aufbau" des Landesamtes ist die Rede. Zu den Kompetenzen der Behörde hat sich ein Ministeriumssprecher bereits am Mittwoch geäußert: "Aufgaben, die bisher auf verschiedene Stellen verteilt sind, sollen in Amberg effektiv gebündelt werden" - pflegefachliche Themen, die Hospiz- und Palliativversorgung und auch der Vollzug des neuen Landespflegegelds. Das Landespflegegeld ist eine neue Leistung des Freistaats. Es gehört zum Pflege-Paket, das das bayerische Kabinett am 10. April auf den Weg gebracht hat.

Am Freitag umriss eine Sprecherin des Ministeriums die Arbeit des geplanten "Brückenkopfes" genauer. Wenn das Landespflegegeld ab dem Spätsommer 2018 ausgezahlt werden soll, soll dies bereits von Amberg aus erfolgen. "Die Aufgaben sind noch nicht abschließend festgelegt", erläuterte die Sprecherin auf Nachfrage. "Zunächst wird das Landesamt für Pflege durch Gesetz als selbstständige Behörde im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege errichtet. Der Aufbau des Landesamts für Pflege erfolgt dann sukzessive. Es wird mit der Errichtung der Abteilung Landespflegegeld und der Zentralabteilung begonnen. In der Folge sollen dort weitere Aufgaben rasch aufgebaut werden."

Ganze Region profitiert

Wie rasch, das ist nicht abzusehen. Im Rathaus geht aber niemand davon aus, dass die anvisierten 100 Dienststellen schlagartig besetzt werden. "Das wird ein fließender Prozess werden", zeigt sich Cerny überzeugt. "Es werden Beamte nach Amberg ziehen, aber es werden auch neue Leute von hier eingestellt werden." Sowohl beim Arbeits- wie auch beim Wohnungsmarkt werde die ganze Region profitieren. Angemerkt

Wir horchen genau hin, wo wir helfen können, damit wir optimal vorbereitet sind.Oberbürgermeister Michael Cerny
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