28.03.2018 - 13:58 Uhr

Neue Münze: OB Michael Cerny verbreitet Optimismus Größter Mieter ist der Anker

Die Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege laufen konstruktiv. Das ist die eine Neuigkeit in Sachen Neue Münze in der Bahnhofstraße. Die andere lautet: Der Ankermieter, an dem alles hängt, ist offenbar fast schon greifbar.

Diskustiert wird bei der Neuen Münze unter anderem, was mit der Wand auf der rechten Seite des Bildes passieren soll. Bild: Hartl
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

OB Michael Cerny machte den Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes Stadtmitte am Dienstagabend Hoffnung in Sachen Forum, nachdem in letzter Zeit eher die schlechten Nachrichten überwogen. In seinem Referat zum Thema Entwicklung der Innenstadt sparte er die Themenbereiche Bürgerspitalgelände und neue Münze natürlich nicht aus. Wert legte der OB darauf, dass die Planungen für das Bürgerspitalgelände 2014 nicht völlig neu aufgelegt worden ist. "Sie bauen auf einen einstimmigen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2005 auf - inklusive einer Tiefgarage mit 170 Stellplätzen."

Die Tiefgarage an sich war seiner Aussage nach nie ein Problem - bis zu dem Zeitpunkt, an dem die potenzielle Einfahrt in die Bahnhofstraße verlegt worden ist. Das aber hätten zum Einen alle Bieter gefordert, die sich an dem Wettbewerb für das Gelände beteiligt hatten. Und zweitens habe die Bahnhofstraßen-Lösung den Vorteil, dass hier insgesamt vier unterirdische Parkflächen mit einer einzigen Einfahrt erschlossen werden können. Aktuell sieht es laut Cerny dort so aus, dass bisher die Bürgerbeteiligung mit sehr großer Resonanz abgearbeitet wurde.

Im Zuge der Abarbeitung der Einwendungen sei in den Plänen die Ausfahrt der Tiefgarage vom Spitalgraben weg zur Ziegelgasse verlegt worden, wo ursprünglich die Einfahrt vorgesehen war. Deshalb müsse das Paket noch einmal öffentlich ausgelegt werden, bevor ein gültiger Satzungsbeschluss herbeigeführt werden könne. "Wenn alles gut geht, rechnen wir noch im Mai mit dem Notarvertrag", sagte Cerny. Für den Sommer dieses Jahres rechnet er mit dem abschließenden Satzungsbeschluss, danach könnten die Bagger anrollen.

4000 Quadratmeter

Auch für das gegenüberliegende Forum blieb Michael Cerny keine Auskunft schuldig. Das Problem hier ist es seiner Aussage nach, dass insgesamt 5500 bis 6000 Quadratmeter an Fläche zu füllen sind. Ganz oben, so machte er deutlich, kann man Wohnungen bieten - das exklusive Penthouse über den Dächern der Stadt beispielsweise. "An dieser Stelle wird es gut funktionieren", ist sich Cerny sicher. Bleiben seiner Aussage nach aber immer noch rund 4000 Quadratmeter in Erdgeschoss und ersten Stock, für die gewerbliche Mieter, also Geschäfte zu finden sind. "Viele Filialisten sagen aber, wir gehen nur ins Erdgeschoss."

Alles hängt laut Cerny letztendlich hier am sogenannten Anker-Mieter. Also dem ganz Großen, der sich die zentralen Flächen sichert. "Die anderen kommen dann von allein." Vom Anker-Mieter hänge es aber letztendlich ab, wie die Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege ausgehen, die er seit Januar intensiv führe. Generalkonservator Mathias Pfeil wolle beispielsweise die umstrittene Wand im Innenhof gerne erhalten wissen. "Diese Wand hängt letztendlich vom Nutzer ab", sagte Cerny. Das Gleiche gelte im Prinzip auch für die Außenfassade der Bahnhofstraße 12. "Auch dort muss ich wissen, wie sieht die Struktur aus, dann kann ich erst bauen." Angemerkt

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