Neuer Bebauungsplan für ehemaliges Bundeswehrkrankenhaus
Ende im Nirgendwo

Drastischer kann man es gar nicht zeigen: Die großzügig angelegte Anbindung von der Köferinger Straße zum Liebengrabenweg endet heute im Gebüsch. Bild: Andreas Ascherl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
13.07.2017
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Mit der Insolvenz der Golden Gate AG und dem Verkauf des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses an die Firma Denkmalneu haben sich auch die Planungen hinsichtlich des Geländes erheblich verändert. Wollte Golden Gate ursprünglich noch den medizinischen Bereich erhalten und lediglich umwidmen, passt sich das Konzept der neuen Eigentümer den nunmehrigen Gegebenheiten an. Entsprechend muss auch der Bebauungsplan den Anforderungen angepasst werden.

Der Stadtrat beschäftigte sich in seiner Sitzung mit dieser komplexen Thematik, die unter anderem auch die Verkehrsanbindung des Geländes umfasst. Zwar existiert ja inzwischen der neue Kreisverkehr an der Köferinger Straße, den noch Golden Gate finanziert hat, doch der Brückenschlag hinunter zum Liebengrabenweg endet immer noch im Gebüsch. "Dieser Anschluss an den Liebengrabenweg muss unbedingt untersucht werden", forderte CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann, nachdem die Planungen des Baureferats einen eigenen Korridor für diese zukünftige Trasse freischlagen.

Das Problem ist laut Baureferent Markus Kühne, dass der Grunderwerb für eine Straße derzeit nicht zu realisieren ist. Damit steht und fällt aber auch die konkrete Planung, die sich ohnehin dem steil abfallenden Gelände anpassen müsste. "Realistisch wäre es ja schon", so Oberbürgermeister Michael Cerny, "wenn wir die erst einmal die Planung für einen Fahrradweg hinkriegen würden."

Generell aber findet der Stadtrat die neuen Planungen gut - weil darin auch das alte Bettenhaus als erhaltenswert vorgesehen ist. "Gut, dass der vorige Investor in den Konkurs gegangen ist", kommentierte das Helmut Wilhelm von den Grünen.
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