27.03.2018 - 16:54 Uhr

OB Michael Cerny zur Zukunft der Krankenhäuser Mit und nicht gegen St. Anna

Von erkennbaren Lücken in der LED-Straßenbeleuchtung bis hin zur Modernisierung des Klinikums St. Marien reichte der Themenbogen bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Sebastian. OB Michael Cerny befasste sich dabei schwerpunktmäßig mit Strukturverbesserungen im Klinikum und bedauerte die Haltung des Landkreises hinsichtlich einer engeren Kooperation der beiden Krankenhäuser.

von Autor USCProfil

Die Verbesserungen in der Notfallaufnahme waren eines der Themen, die der OB rund ums Klinikum ansprach. Im zweiten Abschnitt werde man zwei Zugänge schaffen. Realität werde auch die Einrichtung einer Praxis im Klinikum, die am Wochenende durch niedergelassene Ärzte besetzt sein woll. Als nächstes plane man die Sanierung und Erweiterung des OP-Bereichs und die Schaffung eines weiteren Kreißsaals.

Cerny sprach auch die neue Technik auf der Weaning-Station zur Verbesserung der Lungentätigkeit der Patienten an. Zu den Errungenschaften zählte Cerny die Errichtung des Landeplatzes für Rettungshubschrauber. "In der Notfallmedizin zählt jede Minute, um die Überlebenschance zu erhöhen", sagte der Oberbürgermeister. Die allgemein geforderte Spezialisierung werde auch in Amberg in Kooperation mit dem Weidener Krankenhaus verfolgt.

Beispielhaft sei da die Zusammenarbeit im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe. Während man sich in Amberg um Frühchen bemühe, werde in Weiden Kinderchirurgie angeboten. Die gemeinsame Frauenklinik von Amberg und Weiden sei mittlerweile die 20. größte in Deutschland. Cerny sieht die Bemühungen vor dem Hintergrund, dass man Verlegungen nach Regensburg oder München vermeiden will. Natürlich werde die Uniklinik Regensburg weiterhin Maximalversorgung anbieten.

"Erschüttert" zeigte sich Cerny von der Auffassung des Landrats, dass Amberg das Sulzbach-Rosenberger Krankenhaus "plattmachen" wolle. Im Gegenteil: Amberg will sich nach Worten Cernys mit Sulzbach-Rosenberg abstimmen, zumal man jedes Bett, jede CT-Anlage, jedes Röntgengerät brauche, um Kapazitäten vorhalten zu können. "Wir würden auch Fälle an St. Anna abgeben", beteuerte der OB. Sulzbach-Rosenberg werde als Grundversorger auch künftig benötigt. Unerlässlich erscheint dem OB, dass junge Ärzte in St. Marien ihre Ausbildung durchlaufen können, auch deshalb gebe es die Kooperation mit Weiden. Wichtig sei die Ausbildungsermächtigung der Chefärzte. "Wir bemühen uns sehr um Top-Ärzte, die eine hervorragende Versorgung gewährleisten", betonte Cerny. Die Stadt geht nach Worten Cernys nun die Lösung der Parkplatzfrage im Umfeld des Krankenhauses an. Der aktuelle Bedarf werde zeigen, ob man das geplante Parkdeck noch erweitern werde, vor allem dann, wenn die positive Entwicklung am Klinikum so weitergeht, sagte Cerny.

Ortsvorsitzende Birgit Wittmann stellte das Thema Umrüstung der Straßenlampen auf LED-Technik im Sebastian-Viertel in den Mittelpunkt ihres Rückblicks. Wie sie vor kleinem Kreis während der Versammlung berichtete, zeigten sich bei einer Ortsbegehung mit Tiefbauamtsleiter Norbert Füger doch einige Lücken, die eine Nachbesserung notwendig machen, sagte Wittmann. Der Ortsverband werde sich in den Landtagswahlkampf einbringen und im Rahmen dessen wieder zu einem Feierabend-Seidel einladen.

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