15.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Politiker tauschen sich mit Hilfsdiensten aus Großes Lob für Ehrenamtliche

"Die Sicherheit im Stadtteil ist gewährleistet": Das hören CSU und JU in Wagrain und Ammersricht gerne. Bei ihrem Besuch bei den Hilfskräften würdigen die Politiker das Engagement von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Mit Politikern tauschen sich Vertreter der Hilfsorganisationen aus (von links): JU-Ortsvorsitzender Bastian Prechtl, Feuerwehr-Kommandant und Stadtrat Christian Schafbauer, BRK-Geschäftsführer Björn Heinrich, CSU-Ortsvorsitzender Markus Donhauser, Bürgermeister Martin Preuß, Feuerwehr-Vorsitzender Wolfgang Nagler, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz und Stadträtin Gabi Donhauser. Bild: tne
von Autor TNEProfil

Ammersricht. "Es ist alles andere als selbstverständlich dass die Arbeit der Hilfsdienste durch so viele ehrenamtliche Helfer unterstützt wird", sagte Landtagsabgeordneter Harald-Schwartz, als er sich mit CSU und Junger Union über die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst informierte. BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich informierte, dass für den Rettungsdienst in Amberg-Sulzbach 80 Hauptamtliche und 150 Ehrenamtliche tätig sind.

Allein in der Stadt Amberg hatte der Rettungsdienst im vergangenen Jahr rund 13 300 Einsätze. 80 Prozent der Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes leisten seinen Worten nach die Hauptamtlichen. Bei größeren Schadensfällen oder zur Unterstützung der Hauptamtlichen würden auch Ehrenamtliche eingesetzt. Bastian Prechtl, JU-Vorsitzender und hauptamtlicher Rettungsanitäter, zeigte den Besuchern einige Ausrüstungsgegenstände.

Der Ammersrichter Feuerwehr-Kommandant Christian Schafbauer, der zugleich CSU-Stadtrat ist, führte aus, dass das erste Fahrzeug der Ammersrichter Wehr im vergangenen Jahr im Schnitt 3 Minuten und 57 Sekunden nach Alarmierung ausgerückt ist. Nach 7 Minuten und 24 Sekunden sei es dann im Schnitt an der Einsatzstelle gewesen. Schafbauer bezeichnete diese Zeit als "beachtlich", schließlich verrichten bei der Ammersrichter Feuerwehr ausschließlich freiwillige - und somit ehrenamtliche - Helfer ihren Dienst. Deren Bedeutung unterstrich Landtagsabgeordneter Schwartz. "Nirgends in Deutschland gibt es so viele ehrenamtliche Helfer wie in Bayern", sagte er und fügte hinzu: "Man darf es nicht als selbstverständlich ansehen, welch gute Arbeit da geleistet wird." Schwartz verwies darauf, dass im vergangenen Jahr mit dem neuen bayerischen Feuerwehrgesetz fest verankert wurde, dass freiwillige Feuerwehrdienstleiste im Einsatzfall von ihrer Arbeitstätigkeit freigestellt würden und eine Lohnfortzahlung erhielten. Zudem seien bereits rund 100 neue Stellen für die drei bayerischen Feuerwehrschulen beschlossen. Immer schwieriger sei es für die Feuerwehren, die Ausschreibung für neue Fahrzeuge ohne professionelle Hilfe zu bewerkstelligen. Dieses Problem müsse angegangen werden, fand Harald Schwartz.

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