13.06.2017 - 12:01 Uhr
Oberpfalz

Schleichwege in Ammersricht gesperrt Autofahrer auf Abwegen

Die Umleitung über die Hirschauer Straße in Ammersricht nervt Autofahrer und Anwohner. Schleichwege kommen da gelegen. Doch damit ist jetzt Schluss. Seit kurzem sind sie gesperrt.

Ab jetzt müssen Autofahrer wieder über die Hirschauer Straße durch Ammersricht. Schleichwege wie die Amannstraße dürfen sie nicht mehr nutzen. Bild: Hartl
von Marion Espach Kontakt Profil

Wer vorher wegen der Baustelle in der Bayreuther Straßeüber die Obere Angerstraße oder Amannstraße abgekürzt hat, muss jetzt wieder den üblichen Weg nehmen. Für Markus Zagel vom Amberger Baureferat eine gerechtfertigte Maßnahme. „Immer mehr Anwohner hatten sich über den zunehmenden Verkehr beschwert.“

Der Verkehr wurde in den Seitenwegen nicht nur mehr, sondern auch gefährlicher: Sobald Autofahrer in die Schleichwege abbogen, schienen sie Verkehrsregeln wie „Rechts vor links“ vergessen zu haben. „Sogar in die Einbahnstraße fuhren einige einfach rein“, erklärte Bauleiter Zagel. Er musste selbst des Öfteren entgegenkommenden Autos ausweichen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass sich der Verkehr in den Nebenstraßen so entwickelt“, gibt Zagel zu. Ansonsten verlaufen die Kanalarbeiten in der Bayreuther Straße wie geplant. Vier Monate sind für die Kanalarbeiten angesetzt. Viel zu lange, finden Anwohner und Verkehrsteilnehmer. „Dabei ist das ein normales Zeitfenster“, erklärt Zagel.

Regen stoppt Arbeiten

Seiner Meinung nach ist es sogar zu klein für so ein großes Projekt: „Die Rohre haben einen Durchmesser von über einen Meter, wir graben bis zu sechs Meter im Gelände. Das dauert eben.“ Schon allein die Vorbereitung für die eigentliche Rohrverlegung dauert länger als bei normalen Tiefbauarbeiten.
Probleme macht auch das Wetter. Regnet es, können die Arbeiten nicht weitergehen. „Das wäre zu gefährlich.“ Weil das Wasser nicht über das herkömmliche Rohr ablaufen kann, muss es aufgefangen werden. Außerdem verlaufen neben den Kanalrohren auch Strom- und Telefonleitungen durch den Boden. „Die dürfen wir ja nicht beschädigen.“

Dennoch ist Zagel mit dem Baufortschritten zufrieden. „Bisher schaut es so aus, als ob wir in der vorgegeben Zeit fertig werden.“ Noch diese Woche soll die vorhandene Leitung angezapft werden.

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