Snowden-Begnadigung das Ziel
Gymnasiasten schreiben Obama

In ihren Händen der Brief an den noch amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Diese Schüler des Max-Reger-Gymnasiums setzen sich für eine Begnadigung von Edward Snowden ein. Bild: hfz
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.12.2016
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An den amerikanischen Präsidenten Barack Obama schreiben? Warum das denn? Die Antwort ist verblüffend einfach. Zumindest für die Max-Reger-Gymnasiasten.

Weil dem Whistleblower Edgar Snowden in den Vereinigten Staaten von Amerika eine langjährige Haftstrafe droht, wenn er in seine Heimat zurückkehrt. "Dabei hatte er sich doch für die Freiheitsrechte vieler Menschen eingesetzt, die vom US-Geheimdienst NSA abgehört worden waren, und damit die schrankenlose Tätigkeit des Geheimdienstes offenkundig gemacht", steht in einer Mitteilung der Schule.

Zusammen mit etlichen Mitschülern schrieben die Mitglieder des Arbeitskreises "Schule ohne Rassismus" am Max-Reger-Gymnasium an Obama, mit der Bitte, zügig Snowden zu begnadigen. Auch der Präsident von Malawi wird Post aus dem MRG bekommen, denn dort würden Menschen mit Albinismus, also Kinder, Frauen und Männer ohne Farbpigmente in der Haut, laut der Presse-Info oft umgebracht, weil ihre Körperteile angeblich gegen Krankheiten und böse Geister schützen sollen. Amnesty International macht sich auch in diesem Jahr mit einer Briefaktion wieder stark für Verfolgte - und Erfolge gab es laut Studiendirektorin Heidemarie Kreuß, der Leiterin des Arbeitskreises, etliche in den vergangenen Jahren. Zum Beispiel die Freilassung einer Studentin, die gewaltfrei in Myanmar demonstriert hatte. Das überzeugte etliche Klassen und Kurse der Q 11, mitzumachen mit dem Arbeitskreis "Schule ohne Rassismus" und einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.
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