04.05.2017 - 15:32 Uhr
Oberpfalz

Spatenstich für neues Baugebiet Drillingsfeld II Parzellen für Zukunft der Stadt

Es soll schon Spatenstiche für Neubaugebiete in der Stadt gegeben haben, da waren mehr Spaten am Start, als letztendlich Bauplätze zu vergeben. Im Drillingsfeld II, für das dieser symbolische Akt am Donnerstag über die Bühne ging, stimmt das Verhältnis aber: Zwölf Spaten stehen 89 zu vergebende Parzellen gegenüber. "Es ist damit eine der ganz großen Maßnahmen in der Stadt", freute sich OB Michael Cerny.

Zwölf Spaten für ein Baugebiet. Am Donnerstag flog im Drillingsfeld 2 symbolisch der Sand durch die Luft. Ab dem kommenden Jahr kann hier gebaut werden. Bild: A. Ascherl
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Und eine sehr erfolgreiche, wie Cerny betonte. Schließlich haben sich seiner Aussage nach sehr viele Bürger für eines der Grundstücke beworben. "Die Drücken sich jetzt natürlich alle selbst die Daumen, dass sie bei der Vergabe ihr Traumgrundstück bekommen." Es werde aber kaum gelingen, alle Wünsche zu berücksichtigen, schränkte Cerny allzu große Euphorie ein.

"Wir werden also über das Stadtgebiet verteilt neue Baugebiete ausweisen müssen", sagte der Oberbürgermeister. Was sich bekanntlich nicht ganz einfach gestalte. Grundstücke zu kaufen, sei das Eine, eine zusammenhängende Fläche für eine Bebauung zu erwerben aber das Andere. Ab Mitte 2018 soll im Drillingsfeld II die Bebauung möglich sein, dann können auf einer Gesamtfläche von rund acht Hektar die Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Geschosswohnungen entstehen.

"Wir haben bei der Maßnahme vorrangig auch auf sozialen Wohnungsbau geachtet, machte der Oberbürgermeister deutlich. Damit auch Menschen mit einem kleineren Geldbeutel sich weiter das Wohnen in Amberg leisten könnten. Wichtig war dem OB aber auch, dass das Einvernehmen mit den Anwohnern, ihr Schutz vor Baulärm eine zentrale Rolle spiele.

Drillingsfeld 2

Acht Hektar umfasst das neue Baugebiet Drillingsfeld2 im Westen der Stadt. Davon entfallen fast fünf auf die eigentlichen Baugrundstücke. Rund zwei Hektar sind für Grün- und Wasserfläche vorgesehen, einer für Straßen und Plätze. Die Gesamtkosten für die Stadt Amberg liegen bei rund drei Millionen Euro, dazu kommt der Aufwand der Stadtwerke für Gas, Wasser und Kabel sowie den Bau eines zentralen Blockheizkraftwerks, das hier für die Wärmeversorgung dienen soll. Die Grundstücksgrößen bewegen sich zwischen 250 (Doppelhäuser) und 1140 Quadratmeter. Wer sich eine Bauparzelle kaufen will, muss zwischen 155 und 205 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

Einen großen Augenmerk richtet die Stadt auf die archäologischen Funde, die auf dem Areal gemacht worden sind. Sie sind ein Zeugnis für die Eisenverarbeitung des 8. bis 9. Jahrhunderts und liefern einen wichtigen Beitrag zur Montangeschichte der Oberpfalz. Aus diesem Grund wird im Bereich des künftigen Buswendeplatzes an der Frühlingsstraße ein "Informationsobjekt" für die Funde aufgestellt. Außerdem lehnen sich die Straßennamen (Grubenhausstraße, Rennofenweg, Am Meiler usw.) eng an die Bergbaugeschichte Ambergs an. (ass)

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