05.09.2017 - 15:58 Uhr
Oberpfalz

Stadt bietet "zeitgemäßen Service" für Bundestagswahl an Briefwahl erstmals mit QR-Code

Alle stimmberechtigten Amberger, die im Wählerverzeichnis eingetragen sind, müssten bis zum vergangenen Sonntag ihre amtliche Wahlbenachrichtigung für die Bundestagswahl am 24. September erhalten haben. Das haben Andrea Schlosser und Martin Schafbauer vom Wahlamt Bürgermeister Martin Preuß in Vertretung von OB Michael Cerny bei der Vorstellung des neuen QR-Codes für Internet-Briefwahlanträge berichtet.

Der Chef des Einwohneramtes, Martin Schafbauer, und die Teamleiterin im Wahlamt, Andrea Schlosser, stellten zusammen mit Bürgermeister Martin Preuß (von links) den neuen OR-Code vor. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Kein Brief, dann melden

Mit Blick auf ein leichteres Ausfüllen und bessere Lesbarkeit kommt nach ihrer Auskunft in Amberg ein Wahlbenachrichtigungsbrief zum Einsatz, der eine größere Schriftgröße hat. Darin ist der jeweilige Wahlbezirk bzw. -raum angegeben, in dessen Wählerverzeichnis die Stimmberechtigten geführt sind und in dem sie von 8 bis 18 Uhr ihr Votum abgeben können. Entsprechend den Vorschriften sind laut Presseinformation ins Verzeichnis alle Wahlberechtigten eingetragen worden, die am 13. August beim Einwohneramt der Stadt mit Hauptwohnung gemeldet waren.

Wer bisher keine Benachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, sollte demnach unverzüglich Kontakt mit der Behörde aufnehmen: das Wählerverzeichnis kann deshalb noch bis Freitag, 8. September, 12 Uhr, beim Wahlamt am Hallplatz 4, Zimmer 102, eingesehen werden. "Innerhalb dieser Frist könnte dort auch Einspruch einlegen, wer das Wählerverzeichnis für unrichtig oder unvollständig hält", heißt es in der Mitteilung.

Homepage erläutert Details

Nachdem die Urnenwahl im Wahllokal der Regelfall ist, wird den Wählern zur Vorbereitung der Stimmabgabe auf der Homepage der Stadt und in jedem Wahllokal ein Musterstimmzettel zur Verfügung gestellt. Wer am 24. September verhindert ist oder Briefwahl machen will, kann dies schriftlich mit dem Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, persönlich im Einwohneramt oder übers Internet der Stadt beantragen (telefonisch nicht möglich). Erstmals wird auch ein QR-Code angeboten, bei dem über ein Smartphone auf eine vorausgefüllte Variante des Online-Antrags zurückgegriffen werden kann.

"Einfacher ist nur noch der Gang zum Wahllokal am 24. September - ganz ohne Antragsverfahren", meinte Martin Schafbauer dazu augenzwinkernd. Martin Preuß freute sich, dass Amberg seinen Bürgern dieses "zeitgemäße Angebot mit hohem Servicefaktor machen kann". Ein besonderes Anliegen ist ihm eine möglichst hohe Wahlbeteiligung, "denn Demokratie lebt vom Mitmachen."

Hintergrund

Stimmberechtigte können ihre Briefwahlunterlagen auch persönlich abholen. An andere können sie nur ausgehändigt werden, wenn die Empfangserlaubnis durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht und einen amtlichen Ausweis nachgewiesen wird und die beauftragte Person nicht mehr als vier Wahlberechtigte vertritt (das hat sie schriftlich zu versichern). Bei der Briefwahl müssen die Bürger dafür sorgen, dass der Wahlbrief, in dem sich der Wahlschein und der verschlossene Umschlag mit Stimmzettel befinden, beim Wahlamt bis spätestens 24. September um 18 Uhr eingeht. Der Wahlbrief wird innerhalb der Bundesrepublik ohne besondere Versendungsform ausschließlich von der Deutschen Post AG unentgeltlich befördert. Er kann auch direkt beim Wahlamt der Stadt Amberg, jedoch nicht in den allgemeinen Wahllokalen, abgegeben werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp