17.10.2017 - 17:28 Uhr
Oberpfalz

Stadt nimmt 900.000 Euro in die Hand Hort ein Ort der Freude

s einziger Kinderhort erstrahlt in neuem Glanz. Am Kochkeller ist die Renovierung beendet und der Neubau fertiggestellt. Rund 900 000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben.

Nach den Reden erteilte Dekan Markus Brunner der Einrichtung den kirchlichen Segen und verteilte an die Hortkinder kleine Holzengelchen. Hoch her ging es anschließend beim Tag der offenen Tür. Bilder: Adele Schütz (2)
von Adele SchützProfil

Amberg. (ads) Freude und Dankbarkeit prägten die Einweihungsfeier des Kinderhorts St. Georg. Die Kosten für Renovierung und Neubau belaufen sich auf 900 000 Euro. Bevor die Einrichtung mit dem kirchlichen Segen seiner Bestimmung übergeben wurde, feierte die große Gästeschar einen Gottesdienst unter dem Motto "In deinem Haus bin ich gern" in der Georgskirche, den die Kinder und das Team des Horts mitgestalteten.

Den Festakt eröffnete Oberbürgermeister Michael Cerny, der Dekan Markus Brunner (St. Georg) als Vertreter des Trägers für das außerordentliche Engagement dankte. "Wie immer, wenn es um Kinder geht, sind auch die Renovierung und der neue Anbau zur Erweiterung des Horts St. Georg wunderbar geworden", sagte das Stadtoberhaupt. Cerny wertete den Kinderhort als wichtige Ergänzung zu den schulischen Angeboten und ließ wissen, dass die Stadt dieses differenzierte Angebot begrüße.

Rund 900 000 Euro

Die Stadt als Eigentümerin des Hauses und Grundstücks habe mit der Pfarrei St. Georg, dem Träger der Einrichtung, zum Wohle der Kinder an einem Strang gezogen. Für die Kosten von rund 900 000 Euro komme die Stadt auf, die Fördergelder von der Regierung der Oberpfalz erhalten habe. Die Inneneinrichtung habe die Kirchenstiftung gezahlt. Der Hort solle ein Ort sein, an dem die Kinder gerne ihre Zeit verbringen, wünschte sich Michael Cerny.

"Gerne investiert"

Kirchenpfleger Hans Paulus reihte sich in die Schar der Redner ein: "Die Befähigung von Kindern und Jugendlichen zu einer gelingenden Lebensgestaltung und Lebensführung ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft und gleichzeitig ein Auftrag, der sich aus unserem christlichen Selbstverständnis ergibt." Er sei erfreut, dass die Stadt als Bauträger auftrete und die Kirchenstiftung die Räumlichkeiten anmiete - eine Konstellation, die die Bereitschaft der Pfarrei stärke, Träger zu bleiben. Für die Innenausstattung, die die Kirchenstiftung übernommen hat, sei mit rund 70 000 Euro dennoch ein hoher Betrag zu schultern gewesen, sagte Paulus und betonte: "Allerdings ist dies eine Investition, die wir im Hinblick auf die guten Erfahrungen der letzten Jahre und Jahrzehnte mit einem engagierten, kompetenten und leistungsbereiten Personal und im Hinblick auf die gute Auslastung und des guten Rufes dieser Einrichtung gerne getätigt haben."

Neues Außenanlagen

Die Hortleiterinnen Michaela Guzik und Birgit Bittenbinder freuten sich ebenfalls: "Für uns ist es unglaublich, dass dieser Moment nach 15 Jahren nun gekommen ist, dass wir neue erweiterte Räumlichkeiten bekommen haben, bei denen in die Renovierung unsere Vorschläge zur Optimierung unserer Arbeit mit eingeflossen sind." Auch die neue Freianlage locke zum Spiel und Austoben ins Freie.

Jetzt mehr Platz

Architekt Roland Wochnick sagte, dass das sogenannte Platen-Haus in der Kochkellerstraße 1850 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht. 1988 erfolgte der Umbau des zweigeschossigen Hauses zum Kinderhort. Gründe für Renovierung und Umbau gab es genügend: Treppe und Sanitäranlagen waren alt, und auch der Brandschutz entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Zudem gab es keine Barrierefreiheit. Und es herrschte ständiger Platzmangel. Im März 2016 gab es laut Wochnik das erste Treffen mit den beteiligten Planern und Institutionen.

Im Juli 2016 ging der Förderantrag an die Regierung der Oberpfalz, nur vier Wochen später wurde der Bauantrag gestellt. Im Dezember 2016 zog der Hort in die Kennedy-Schule um, und im Januar dieses Jahres fiel der Startschuss für die Arbeiten. Anfang August war alles fertig. Die Gäste erfuhren, dass im Obergeschoss Böden, Decken, Türen, Fenster und Heizung erneuert wurden. Auch eine neue Dämmung kam hinzu. Die Treppe im Altbau wurde erneuert. Die Sanitärräume sind nun grundsaniert, ein barrierefreies WC und eine Dusche wurden installiert. Durch den Anbau ist die Einrichtung um 100 auf nun 440 Quadratmeter erweitert worden. Das Grundstück wurde barrierefrei erschlossen, Rettungs- sowie Fluchtwege sind zudem neu geordnet. (ads)

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