Stadtratsmehrheit will neuen Pioniersteg nicht in Holz
Es bleibt bei Stahl

Als leicht und filigran wirkendes Bauwerk, das den Spaziergängern im Stadtgraben nicht groß auffällt, versteht die Verwaltung des Entwurf für den neuen Pioniersteg, hier in der Darstellung des Architekturbüros. Bild: hfz
Politik
Amberg in der Oberpfalz
22.12.2016
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Dass der neue Pioniersteg unbedingt aus Stahl sein müsse, wollte Volker Binner (SPD) bei der Vorstellung der Planung im Stadtrat nicht gelten lassen. Als wartungsarm, sehr robust und elegant hatte zuvor Baureferent Markus Kühne den Gestaltungsvorschlag des Architekturbüros Kampik aus München bezeichnet. Binner beklagte dagegen, dass keine Alternativplanung mit Holz vorliege. Ob es an mangelnder Expertise des Büros in Sachen Holz liege? Auf dessen Homepage finde sich kein einziges Projekt aus diesem Material. "Wenn man seine handwerklichen Hausaufgaben macht, spricht an dieser Stelle nichts gegen Holz", meinte Binner. Man dürfe dann aber nicht Fichte nehmen, was zu der kurzen Haltbarkeit (unter 20 Jahre) der bisherigen Stege geführt habe, sondern zum Beispiel Eiche. Damit seien 60 bis 80 Jahre möglich.

"Am Ende des Tages funktioniert auch die Eiche nicht wirklich", fand Kühne. Dieter Mußemann (CSU) zeigte sich ebenfalls als Anhänger des Baustoffs Stahl. Er rief Binner zu: "Sie sind Förster und bevorzugen das Holz. Ich bin Maschinenbauer ..." Helmut Wilhelm sagte der schräge Verlauf der Brücke über den Stadtgraben nicht zu. Er wertete das als "Architektenfurz". Die Forderung nach einer Alternativplanung fand aber nur sechs Befürworter bei SPD und Grünen. Die Mehrheit nahm die Planung mit Stahl an.
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