23.06.2017 - 17:44 Uhr
Oberpfalz

Umweltausschuss beschäftigt sich mit den Müllmengen aus dem Jahr 2016: Deutlich mehr Grüngut im Container

Manche Leute vermuten ja, dass Unbefugte aus dem Landkreis mehr oder weniger heimlich die städtischen Grüngutcontainer benutzen. Damit ließe sich nach Einschätzung von Norbert Wasner (CSU) eventuell erklären, warum 2016 das Aufkommen im Stadtgebiet um fast 25 Prozent stieg. Er stelle nämlich immer wieder Fahrzeuge mit AS-Kennzeichen an den entsprechenden Containern fest, teilte er am Donnerstag dem Umweltausschuss mit. Es könnte aber auch eine ganz einfache Erklärung für die zum Teil eklatanten Schwankungen in diesem Bereich geben: das Wetter.

So viel Müll produzierte 2016 jeder Amberger - ob Säugling oder Greis. Der Anteil des Restmülls, der verbrannt werden muss, liegt aber unter einem Drittel. Grafik: Stadt Amberg
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Nachdem mit OTV-Wetterfrosch Thomas Bärthlein (CSU) und Förster Volker Binner (SPD) gleich zwei Experten dem Ausschuss angehören, konnten beide auf Anhieb erläutern, dass das vergangene Jahr eben sehr "wachstumsfreudig" gewesen ist. Im Gegensatz zu 2015, als es zwischen Juni und September praktisch überhaupt nicht geregnet habe. 7780 Tonnen an Grüngut sammelte die Stadt im vergangenen Jahr ein, 85 Prozent davon stammen aus privaten Haushalten, der Rest aus der kommunalen Grünpflege. Am Ende bringt es laut Umweltreferent Bernhard Mitko als Wirtschaftsgut etwas Geld in die städtische Kasse. Insgesamt entwickelte sich das Müllaufkommen in der Stadt im Jahr 2016 sehr unterschiedlich. Wie Mitko dem Umweltausschuss darlegte, gab es beispielsweise beim Gewerbemüll einen deutlichen Schwund um rund zehn Prozent gegenüber 2015. Über die Ursachen konnte er hier genauso nur spekulieren wie beim Anstieg des Sperrmülls um 16,29 Prozent. Und auch die Wertstoffe nahmen um über neun Prozent zu. Nahezu konstant blieb der Restmüllanteil, der bei 147,62 Kilogramm pro Einwohner liegt. Den größten Brocken machen ohnehin die Wertstoffe aus, von denen jeder Amberger 2016 exakt 347,18 Kilo produziert hat.

Innerhalb dieser Fraktion verzeichnet das Umweltreferat wieder zum Teil erhebliche Abweichungen von den Werten aus dem Jahr 2015. Beispielsweise beim Altpapier. 2759 Tonnen davon wurden 2016 gesammelt, rund 280 Tonnen oder 9,21 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Weil Bernhard Mitko hier die Vergleichszahlen aus anderen Kommunen und dem Freistaat noch nicht vorliegen, konnte er auch die Frage nicht beantworten, ob dies ein allgemeiner Trend oder eher ein spezifischer Amberger Ausrutscher war.

Wichtig war dem Umweltreferenten noch, dass zwar das Aufkommen des Gewerbeabfalls im Stadtgebiet deutlich rückläufig gewesen ist - von 2465 auf 2216 Tonnen. Davon aber musste ein deutlich größerer Teil als im Vorjahr im Müllkraftwerk verbrannt werden. 2015 waren es 1016 Tonnen gewesen, 2016 stieg der Anteil um 25 Prozent auf 1271 Tonnen.

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