31.03.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Vortrag bei der KAB in Ammersricht Warum Sozialwahl wichtig ist

Schon wieder Wahlen. Das werden viele denken, wenn sie Anfang April Unterlagen zur Sozialwahl erhalten. Doch wofür ist die überhaupt gut? Der KAB-Ortsverband St. Konrad klärte bei der Hauptversammlung auf.

Der KAB-Ortsverband Ammersricht ehrte verdiente Mitglieder für ihre Treue. Von links: KAB-Diözesanvorsitzende Gerlinde Bayer, Alois Braun (25 Jahre Mitgliedschaft), Erich Birner (60 Jahre), Gregor Fritsch (60 Jahre), Pfarrer Michael Jakob und Vorsitzende Hermine Knauer. Bild: hae
von Autor HAEProfil

Ammersricht. (hae) Um dieses für KAB-Mitglieder wichtige Thema zu vertiefen, hatte Ortsvorsitzende Hermine Knauer die Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Regensburg, Gerlinde Bayer, eingeladen. Bei der Sozialwahl können über 50 Millionen Bundesbürger ihre Vertreter in den Selbstverwaltungsorganen der Rentenversicherung, der gesetzlichen Krankenkassen und der Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften) bestimmen. Die Wahlen, die es seit 1953 gibt, finden alle sechs Jahre statt.

"Nicht der Staat"

Die Bedeutung erklärte die Referentin so: "Selbstverwaltung heißt, dass die Versicherten selbst Einfluss auf ihre Angelegenheiten nehmen. Sie treffen wichtige Entscheidungen selbst - nicht der Staat. Ihre gewählten Vertreter arbeiten ehrenamtlich und sind allein den Versicherten verpflichtet. Dadurch sind die Sozialversicherungsträger sehr nah an den Menschen, für die sie Leistungen erbringen." Der Staat lege zwar die Rahmenbedingungen für die soziale Sicherung und die Gesundheitsversorgung fest, habe aber der Selbstverwaltung die Verantwortung bei der Umsetzung übertragen. Bayer vertritt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA). Das ist ein Zusammenschluss von KAB, Kolping und dem Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen. Die Sicherung der Rente und die Verhinderung von Altersarmut, keine Zwei-Klassenmedizin, Bekämpfung von Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen und paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie die Verbesserung der Leistungen in der Pflege sind nur einige Punkte, die die christlich orientierte ACA durchsetzen will. Sie ist für die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die Sozialversicherung.

In ihrem Bericht erwähnte Hermine Knauer eine Vielzahl von Veranstaltungen. Neben der Teilnahme an der Wallfahrt Patrona Bavariae nach Eichstätt waren das Kloster Speinshart, der Adventsmarkt auf Gut Wolfgangshof bei Zirndorf und der Besuch bei der Firma Staedtler in Nürnberg Ziel von Halbtagesfahrten. Viele Aktionen in der Pfarrei wurden laut der Vorsitzenden von der KAB tatkräftig unterstützt. Für die Gestaltung eines Blumenteppichs an Fronleichnam habe die KAB viel Lob bekommen. Präses und Pfarrer Michael Jakob stimmte mit seinem Vortrag "Impulse zur Fastenzeit" die Mitglieder auf die Zeit vor Ostern ein.

"Fit und beweglich"

Die Vorsitzende dankte den Bannerträgern und der KAB-Tanzgruppe "Fit und beweglich", die nun von Maria Losch und Annemarie Schafbauer geleitet wird. Besonders erwähnte Knauer Rosa Mertel und Anni Raith, die die Tanzgruppe vor Jahren gründeten und über Amberg hinaus bekannt gemacht haben. Eine Überraschung hatte die KAB dann noch für Pfarrer Michael Jakob parat. Der KAB-Präses erhielt eine Spende von 1000 Euro als Beitrag zur Neugestaltung der Seitenkapelle.

Mitglieder geehrt

Stolz konnte Hermine Knauer drei verdiente Mitglieder ehren. Erich Birner, über Jahrzehnte Bannerträger und Sozial-Obmann, erhielt eine Auszeichnung für 60 Jahre. Gleiches gilt für Gregor Fritsch. Er trat 1957 in die KAB ein und war bis zur Auflösung der KAB St. Michael 2013 dort Bannerträger und im Vorstandsteam. Für 25 Jahre in der KAB St. Konrad wurde Alois Braun ausgezeichnet. Über viele Jahre stellte er sich als Bannerträger in den Dienst der Katholischen Arbeitnehmerbewegung.

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