22.02.2017 - 19:42 Uhr
Oberpfalz

Wechsel in der Führung der Panzerbrigade 12 Oberst Lindner übergibt an Oberst Berger

Am Aschermittwoch ist für Oberst Lindner alles vorbei. Nicht jedoch für seinen Nachfolger. Oberst Berger muss noch einmal nach Afghanistan, ehe er nach Amberg zurückkommt.

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Bei einem feierlichen Appell in der Leopoldkaserne in Amberg hat Brigadekommandeur Oberst Jörg See am Mittwoch das Amt des stellvertretenden Kommandeurs der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" von Oberst Maximilian Lindner auf Oberst Klaus-Peter Berger übertragen.

Es war kein üblicher Wechsel zu dem die Soldaten des Brigadestabes sowie der Stabs- und Fernmeldekompanie bei Regen im Innenhof der Kaserne angetreten waren. Oberst Lindner, der seit 18 Monaten stellvertretender Kommandeur war, verabschiedete sich nicht auf einen neuen Posten, sondern in den Ruhestand.

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", sagte der 61-Jährige, der als Pionier in der Bundeswehr begonnen hatte. Seine Laufbahn führte ihn mehrfach zur Panzerbrigade 12. Sehr früh in seiner Dienstzeit war Lindner Kommandeur der Panzerpionierkompanie 100 in Weiden, die er 1992 "leider auflösen musste", wie sagt.

In seine Zeit in Amberg fiel nicht nur die Vertretung des Kommandeurs, sondern vor allem die Organisation der Flüchtlingshilfe, zur der die "Zwölfer" von September 2015 bis Sommer 2016 abgeordnet waren. Dazu gehörte auch der Aufbau des Wartezentrums in Feldkirchen bei Straubing. Wegen seiner Leistung in der Flüchtlingshilfe erhielt Oberst Lindner vom Landeskommando Bayern die "Ehrenmedaille in Gold mit der Zahl 18". Oberst See ehrte den "tollen Menschenführer" seinerseits mit der Brigade-Nadel.

Der 52-jährige Oberst Berger wird seinen neuen Posten allerdings erst in einigen Wochen antreten, wenn sein sechsmonatiger Einsatz am Hindukusch endet. Der Offizier, der als Infanterist bei der Bundeswehr begann, leitet ein multinationales Team, das die afghanische Armee zwischen Masar-i-Scharif und Kundus ausbildet und berät. Oberst Berger ist bereits seit zwei Jahren in Amberg, er war seit 2015 Kommandeur des Bereichs "Militärische Ausbildungsunterstützung" der Zwölfer. Er war mehrfach im Auslandseinsatz: in Afghanistan und im Kosovo.

Ein Bundeswehr-Video zur Arbeit von Oberst Berger in Afghanistan

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