20.08.2017 - 12:18 Uhr
Oberpfalz

Wettbewerb "Leben an der Vils" Ran an den Fluss

Wenn nicht gerade Hochwasser ist, lieben die Amberger ihre Vils. Deshalb wollen sie deutlich mehr von ihr haben. In vielerlei und fantasievoller Hinsicht.

Deutlich erkennbar, doch meist übersehen: Als vor mehr als 30 Jahren die Krambrücke für die Fußgängerzone umgestaltet wurde, sparten die Planer ein Stück der steinernen Brüstung aus (rechts im Bild), um den diagonal gegenüber liegenden Fußweg auch an dieser Wand weiter fortzuführen. Das scheiterte bisher am Einverständnis des Hauseigentümers. Das "Leben an der Vils"-Projekt greift diese Überlegung wieder auf. Bild: Stephan Huber
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Sollten daran noch nennenswerte Zweifel bestanden haben, so sind sie aus der Sicht der Bauverwaltung spätestens seit 13. Mai ausgeräumt. An diesem Tag der Städtebauförderung gab es im Rathaus-Foyer unter dem Titel "Vileserleben" eine offene Ideenwerkstatt, in der jeder seine "Vorstellungen vom Leben am und mit dem Fluss" einbringen konnte. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag dem Ferienausschuss präsentiert und bis auf Skepsis in einem Punkt (siehe Im Blickpunkt) ausnahmslos begrüßt.

Der Oberbegriff, unter dem die Bauverwaltung die facettenreichen Vorschläge der Bürger zusammenfasste, trifft es zwar, klingt aber schwer nach Bürokraten-Deutsch: "Erlebbarmachung". Auf jeden Fall wollen die Amberger viel näher ran an ihren Fluss, ans Wasser. Mit "Promenaden auf Augenhöhe", Plattformen im unmittelbaren Uferbereich oder schwimmenden Pontons, die eine gastronomische Nutzung eröffnen, öffentlichen Grillplätzen, einem Liegestuhl- oder Hängematten-Verleih, usw., usw.

Sowohl möglichst naturnahe Ausgestaltungen mit Spielmöglichkeiten für Kinder (Liegewiesen, naturnahe Spielgeräte, Matschbereiche), mehr Anlegestellen für Plätten oder Boote, sowie Lifestyle-Areale wie ein Sandstrand-Bereich finden sich in der Vorschlagliste. Fraktionsübergreifend wurde diese Ideensammlung in der Summe sehr positiv und als anregend aufgenommen. Selbst eine nur teilweise Umsetzung sei ein für die Lebensqualität in der Stadt wichtiger Beitrag, hieß es unisono. Der Ferienausschuss gab deshalb für "einen zweistufigen Wettbewerb ,Leben an der Vils' als Ideen- und Realisierungswettbewerb" Haushaltsmittel in Höhe von 140 000 Euro frei.

Durch Umschichtungen innerhalb des laufenden Etats in einer Größenordnung von rund 40 000 Euro eröffnet sich die Möglichkeit, noch heuer damit zu beginnen. Mit greifbaren Ergebnissen, sprich der Preisvergabe, rechnet die Bauverwaltung im Juni 2018. Ohne Gegenstimme passierte dieser Beschlussvorschlag den Ferienausschuss. "Ziel des Wettbewerbs soll sein, qualitativ herausragende Lösungen in einer bunten Mischung aus Ideen, Standorten und Maßnahmen zu erhalten", heißt es in der Vorlage der Bauverwaltung.Nicht unterschätzen

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