21.08.2017 - 20:00 Uhr
Sport

1. FC Schlicht weiter mit weißer Weste Neukirchen tut sich schwer in der neuen Liga

Zur Pause bereits ist das Spiel entschieden, am Schluss ist es eine ganz klare Sache. Der 1. FC Schlicht bleibt nach seinem 7:0-Sieg in Kauerhof ohne Punktverlust Erster der Fußball-Kreisklasse Süd. Am Tabellenende steht Aufsteiger SV Etzelwang und eine Mannschaft, die nicht so weit unten erwartet wurde.

Die Spieler des FC Großalbershof (blaue Trikots) waren öfter einen Tick schneller am Ball als die Neukirchener. Die konnten sich bei Torwart Petr Fillinger bedanken, dass sie nur mit 0:1 verloren. Bild: Venzl
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Absteiger 1. FC Neukirchen tut sich weiterhin sehr schwer, in der Kreisklasse Fuß zu fassen. Beim FC Großalbershof verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Ficarra mit 0:1, wartet nach vier Spieltagen immer noch auf den ersten Sieg und rangiert mit zwei Zählern auf dem vorletzten Platz. Ihren ersten Dreier in dieser Saison feierte die SpVgg Ebermannsdorf beim 6:2 gegen Schlusslicht SV Etzelwang. Im Kümmersbrucker Gemeindederby setzte sich der SV Köfering mit 3:1 gegen den TSV Theuern durch. Absteiger SVL Traßlberg kam in der Partie beim SV Illschwang/Schwend kurz vor Schluss zum 1:0-Siegtreffer.

FC Großalbershof 1:0 (1:0) 1. FC Neukirchen

Tor: 1:0 (31., Elfmeter) Waldemar Erhardt - SR: Gerd Rieß (SV Weidenberg) - Zuschauer: 120

(fnk) Schon in der 2. Spielminute hatte Aldar Shuble die erste Großchance für den FC Großalbershof. Im Gegenzug vergab Maximilian Witzel (18.) die Führung für die Neukirchener. Die Hausherren beherrschten in der ersten Spielhälfte das Geschehen und führten auch Regie. Den Siegtreffer erzielte Waldemar Erhardt per Foulelfmeter in der 30. Minute. Auch nach der Pause waren die Forsthofer das tonangebende Team und hatten in der 55. und 56. Minute weitere gute Möglichkeiten. Im letzten Drittel kamen die Gäste besser ins Spiel und brachten den FCG etwas in Bedrängnis. Sie versuchten die Partie an sich zu reißen, konnten aber die FCG-Abwehr nicht überwinden und somit keinen vernünftigen Abschluss erzielen. Kurz vor Abpfiff hätte Daniel Bär erhöhen können, schob den Ball aber ins Leere. Bester Akteur der Partie war FCN-Torhüter Petr Fillinger, der mit mehreren herausragenden Paraden sein Team vor einer höheren Niederlage bewahrte.

TSV Theuern 1:3 (1:1) SV Köfering

Tore: 0:1 (10.) Andre Nimsch, 1:1 (36.) Christian Ränker, 1:2 (63., Foulelfmeter) Daniel Boes, 1:3 (86.) Eigentor Simon Heller - SR: Markus Ferstl (Parsberg) - Zuschauer: 82

(was) Aus einem erfreulich fairen Gemeindederby gingen die favorisierten Gäste als verdienter Sieger hervor. Trotzdem war die Begegnung über einige Zeit offener als von vielen erwartet und als es das Endergebnis vermuten lässt. In der ersten halben Stunde spielte fast nur der SV Köfering, den Nimsch schon nach wenigen Minuten in Führung schoss. Erst im Anschluss trauten sich die Gastgeber auch etwas zu und Ränker köpfte nach einem schnellen Angriff eine Flanke von Weiser zum zu diesem Zeitpunkt unerwarteten und glücklichen 1:1-Pausenstand ein. Gleich nach Wiederanpfiff erlief Theuerns Forster die Rückgabe eines Abwehrspielers der Gäste und hätte den TSV in Führung bringen können. Er scheiterte aber am Torhüter, während auf der anderen Seite des Platzes Torwart Schieder einen Schuss der Gäste gerade noch abwehren konnte.

Die Vorentscheidung dann nach gut einer Stunde durch einen nicht unumstrittenen Strafstoß, der von Boes sicher verwandelt wurde. Fast im Gegenzug hatte die Heimelf erneut die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber wieder an Torhüter Halucha. Die endgültige Entscheidung fiel in den Schlussminuten, als ein Schuss der Gastmannschaft von Theuerns Heller unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde.

SpVgg Ebermannsdorf 6:2 (3:1) SV Etzelwang

Tore: 1:0 (6.) Johannes Karzmarczyk, 2:0 (28.) Andreas Hirsch, 3:0 (30.) Thomas Hirsch, 3:1 (32.) Matthias Fenzel, 4:1 (63., Foulelfmeter) Johannes Karzmarczyk, 4:2 (80.) Jürgen Hartmann, 5:2 (88.) Dominik Fischer, 6:2 (89.) Alexander Roth - SR: Markus Neumeyer (JFG Mittlere Vils Kümmersbruck) - Zuschauer: 80

SV Illschwang 0:1 (0:0) SVL Traßlberg

Tor: 0:1 (81.) Joachim Schneider - SR: Thomas Drexler (Pyrbaum) - Zuschauer: 90 - Besondere Vorkommnisse: (28.) Sebastian Scharl (SVL Traßlberg) verschießt Elfmeter

(rof) Die erste Hälfte war noch relativ ausgeglichen, wobei sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten. Mit zunehmender Dauer erspielten sich die Gäste einen leichten Vorteil. Die Beste Möglichkeit zur Führung hatte Traßlberg, als der Unparteiische in der 28. Minute auf Foulelfmeter entschied. Den von Sebastian Scharl ausgeführten Strafstoß konnte SVI-Torhüter Michael Melzer abwehren, der zweite Ball verfehlte das Tor. Dadurch blieb die Begegnung weiter offen. In der zweiten Hälfte zeigten die Hausherren eine schwache Vorstellung, die geprägt war von zahlreichen Fehlpässen und Ballverlusten. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte der SVL schon früher in Führung gehen können. Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Joachim Schneider in der 81. Minute.

SV Kauerhof 0:7 (0:3) 1. FC Schlicht

Tore: 0:1 (11.) Benjamin Hendel, 0:2 (38.) Stefan Luber, 0:3 (45.) Florian Weiß , 0:4 (63., Foulelfmeter) Benjamin Hendel, 0:5 (75.) Florian Weiß, 0:6 (83., Handelfmeter) Norbert Braun, 0:7 (89.) Thomas Specht - SR: Boris Finkel (Amberg) - Zuschauer: 70

(bgü) Die ersten zehn Minuten verliefen völlig ausgeglichen und beide Mannschaften hatten bis dorthin schon jeweils ein "dickes Brett" versemmelt. Wie so oft leitete ein Abspielfehler vor dem eigenen Strafraum das 0:1 ein. Als wenig später Philipp Witzel ausscheiden musste, Uli Schmalzl knapp scheiterte und daraufhin Stefan Luber das 0:2 markierte, war die Messe gelesen. Letzte Zweifel beseitigte das 0:3 mit dem Pausenpfiff. Zwei Strafstöße, beide nicht unberechtigt, das Ausscheiden von Uli Schmalzl und zwei weitere Tore beförderten die Niederlage in Richtung Blamage. Die Schlichter dienten in der Vor- und Rückwärtsbewegung als Vorbild, während beim Gastgeber Akteure am Werke waren, die, unabhängig vom argen Verletzungspech, keine zweistellige Gewinner-Quote in der Disziplin Zweikampf vorweisen konnten. Verlieren geht, gegen einen starken Gegner erst recht - aber auf keinen Fall so.

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