1:1 im Test zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dukla Prag [Aktualisierung]
Remis im Heimspiel für Patrick Erras

(Foto: Fröhlich)
Sport
Amberg in der Oberpfalz
01.09.2017
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Heimspiel für Patrick Erras im Raigeringer Pandurenpark. (Foto: Fröhlich)

Der 1. FC Nürnberg trennt sich am Freitagabend im Testspiel von Dukla Prag im Raigeringer Pandurenpark mit einem 1:1-Unentschieden. Für den Treffer der Franken sorgte Edgar Salli mit einem schönen Heber nach knapp einer Stunde. 

Vieles lief schon recht ordentlich: Wie FCN-Trainer Michael Köllner es bereits im Gespräch mit den Oberpfalz-Medien angedeutet hatte, probierte es der Club gegen Dukla Prag mit einer neuen Spielvariante. Mit dem 3-4-3 hatte der 1. FC Nürnberg deutlich Zug zum gegnerischen Tor und verlagerte oft auf die Außenbahnen. Bis zum Strafraum der Prager waren die Kombinationen auch recht ansehnlich. „Aus dem Test habe ich viele Erkenntnisse gezogen“, erklärte er anschließend. „Das neue System ist uns gut gelungen. Die Mannschaft ist unheimlich lernfähig.“

Allerdings hatte der Oberpfälzer auch zu kritisieren: „Wir waren schlampig im Ballbesitz, vor allem der letzte Pass hat nicht funktioniert.“ Am tschechischen Torwart Matus Hruska war daher in der ersten Halbzeit stets Schluss. Enrico Valentini versuchte es aus knapp 20 Metern (2.), Ewerton hatte mit dem Kopf kein Glück (12.) und auch aus Standards zog der Club keinen Profit.

Köllner weiß warum: „Bei den Standards fehlt uns einfach Sebastian Kerk.“ In der kommenden Woche sei es daher wichtig, genau dies fleißig zu trainieren, um damit auch den Ausfall des verletzten Flügelspielers zu kompensieren. „Dass Hanno Behrens gefehlt hat, war auch deutlich“, bedauerte Köllner die Erkrankung seines Kapitäns. „So sind viele Ecken durch den Sechzehner gesegelt und wir haben uns gefragt: Wo sind unsere Spieler?“

Die dickste Möglichkeit ließen die Franken schließlich liegen, als Schiedsrichter Florian Kornblum nach einem Zweikampf zwischen FCN-Neuzugang Tobias Werner und einem Tschechen auf den Elfmeter-Punkt zeigte. Tim Leibold nahm das Geschenk nicht an und versemmelte den Strafstoß (20.).

Dukla Prag ist effizienter

Die Antwort der Tschechen kam postwendend mit der 1:0-Führung. Werner köpfte den Ball unglücklich zum Gegner, es folgte eine Prager Flanke, die knapp an Thorsten Kirschbaum vorbeiflog. Jan Holenda brauchte nur noch ins fränkische Tor einzuschieben (22.). Nach der Pause begann der Club wieder druckvoll. Noch scheiterten aber Kevin Möhwald am rechten Pfosten (48.), Kollege Tim Leibold legte knapp drüber (49.) und auch beim eingewechselten Alexander Fuchs wollte das Leder nicht ins Tor. Prag kam gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus, daher war es eine Frage der Zeit, bis die Franken ausglichen. „Es war gut, dass wir dann wieder richtig Druck gemacht haben“, sagte Köllner.

Edgar Salli sorgte mit einem schönen Heber für das 1:1 (57.). Gleich eine Minute später dann fast die Führung: Doch Valentinis Diagonalball ging wieder knapp am Tor vorbei. Der 1. FC Nürnberg presste weiter, doch es blieb beim Remis.
Auch wenn Patrick Erras etwas unzufrieden mit dem Ergebnis nachher war, so war es doch „ein super Gefühl in der Heimat zu spielen“. Es sei mehr drin gewesen für den Club – gerade am Ende. 45 Minuten dauerte sein Einsatz, dann wechselte Köllner den 22-Jährigen aus. „Das hat gereicht. Wir wollen vorsichtig sein, denn an Patrick wollen wir noch lange eine Freude haben und ihn nicht gegen Prag verheizen.“

Die Fangruppen in der Region freuten sich über das Gastspiel des 1. FC Nürnberg in der Oberpfalz. Lesen Sie hier mehr.
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