01.09.2017 - 21:36 Uhr
Sport

Bayernliga Nord: FC Amberg beim FSV Erlangen-Bruck "Die verlieren oft knapp und unglücklich"

Nach dem aus tabellarischer Hinsicht ungleichen Duell gegen den SC Eltersdorf am vergangenen Wochenende geht es für den FC Amberg am 10. Spieltag am Samstag, 2. September, um 16 Uhr wieder gegen ein Team, das schon eher die Kragenweite der Amberger hat: den FSV Erlangen-Bruck. Die Mittelfranken stehen als Aufsteiger (nach erfolgreichen Relegationsduellen gegen den SSV Jahn Regensburg II und den SC Feucht) mit zehn Punkten aktuell auf Platz 13.

"Auch wenn es nach Durchhalteparolen klingt, aber es ist einfach so. Es stimmt in der Mannschaft." Zitat: Lutz Ernemann, Trainer des FC Amberg
von Autor MREProfil

Eine Platzierung, mit der Trainer Normann Wagner gut leben kann: "Aktuell stehen wir über dem Strich und damit müssen wir einfach zufrieden sein. Zum Durchschnaufen ist es aber noch zu wenig", so der 43-Jährige, der seit 2012 den FSV Erlangen-Bruck trainiert. Ein großer Vorteil des Aufsteigers: Die Mannschaft blieb im Kern zusammen, hat sich mit Max Bauernschmitt und Thomas Roas (beide von Mitaufsteiger Jahn Forchheim) im Mittelfeld verstärkt und kann vorne auf Oliver Seybold bauen. Der 30-jährige Stürmer ist auf dem besten Weg, seine 19 Tore aus der Aufstiegssaison in der Landesliga in der Bayernliga sogar noch zu übertreffen: In den bisherigen neun Partien hat er bereits zehn Treffer erzielt - zwei Drittel seines Teams (15). "Er wird natürlich schon gut in Szene gesetzt von seinen Mitspielern. Aber klar: Er hat einen riesigen Willen und will immer treffen - egal auf welcher Position er spielt", lobt der Trainer seinen Topscorer, der nur in zwei Partien nicht traf (jeweils bei den 0:4-Niederlagen gegen den Würzburger FV und den TSV Aubstadt) und der auch schon mal im defensiven oder offensiven Mittelfeld ran musste.

Nach einem schlechten Start mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen ließen die Brucker mit einem 4:1-Erfolg gegen Aschaffenburg aufhorchen und gewannen auch die letzten beiden Partien gegen Bamberg (2:0) und in Schweinfurt (2:1). Trainer Normann Wagner peilt gegen den FC Amberg jetzt den dritten Sieg in Folge an: "Es ist schon ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir wollen Amberg am Ende hinter uns lassen. Aber es ist ja nicht so, dass Amberg jede Woche abgeschossen wird, die verlieren oft knapp und unglücklich. Wir gehen das Spiel deshalb schon mit einer gewissen Demut an."

Das mit dem Sechs-Punkte-Spiel sieht man auch beim FC Amberg so. Ein Sieg in Erlangen-Bruck - es wäre der zweite Dreier am zehnten Spieltag - würde nicht nur dem Punktekonto, sondern auch dem Selbstvertrauen der Ernemann-Elf gut tun. Das fehlt derzeit - kein Wunder im Angesicht der Negativserie. Wobei man beim FC Amberg nicht müde wird, den Charakter und die Moral der Mannschaft zu betonen. "Auch wenn es nach Durchhalteparolen klingt, aber es ist einfach so. Es stimmt in der Mannschaft. Und so viel Negatives gab es zum Beispiel gegen Eltersdorf ja eigentlich auch nicht", so Trainer Lutz Ernemann. Vielleicht gibt ja ein Blick in die Statistik Hoffnung für das Duell in Erlangen, bei dem Ernemann lediglich auf Johannes Ritter und Nico Herrndobler verzichten muss: Die letzten sechs Partien zwischen beiden Teams (von 2012 bis 2015) gewann allesamt der FC. Aktiv mitbekommen hat das als Spieler beim FC aber nur einer: Michael Dietl. Vom damaligen Kader ist inzwischen kein anderer Akteur mehr in Amberg - obwohl der letzte Erfolg erst zweieinhalb Jahre her ist.

FC Amberg: Bleisteiner (1), Plößl (ETW), Gömmel (17), Helleder (4), Kühnlein (5), Kojic (3), Tischler (15), Dietl (8), Fischer (2), Haller (10), Keilholz (7), Schweiger (31), Schaar (19), Fruth (16), Popp (11), Schulik (9), Stellmach (21)

Auch wenn es nach Durchhalteparolen klingt, aber es ist einfach so. Es stimmt in der Mannschaft.Lutz Ernemann, Trainer des FC Amberg
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