08.09.2017 - 21:26 Uhr
Sport

Beim ESV Amberg läuft's rund Erfolgreiche Wiederbelebung

Eigentlich scheinen die traditionsreichen Eisenbahner schon auf dem Abstellgleis gelandet zu sein. Doch die sportliche Reinkarnation gelingt und: "Wir wollen langfristig alleine überleben", steckt Thomas Wutz vom ESV Amberg das Ziel ab.

Mit Trainer Reiner Egelkraut (rechts) und 2. Vorsitzendem Philipp Kemptner (links) an der Außenlinie geht's weiter beim ESV Amberg. Bild: ref
von Autor WFOProfil

Gut 20 Jahre ist es mittlerweile schon her, die Landesgartenschau kam und der Spielbetrieb bei den Herrenmannschaften des ESV Amberg schlief ein. Mit der Jugend konnten sich die Eisenbahner noch einige Zeit länger über Wasser halten, hatte der Verein doch in den 90er Jahren alle Altersklassen bis auf die A-Junioren durch eine engagierte Jugendarbeit noch eigenständig besetzen können.

Schuster der Initiator

Doch zum befürchteten Abgesang des ESV Amberg kam es nicht: Christoph Schuster, auch heute wieder verdienter Funktionär, war vor gut acht Jahren der Initiator, sammelte Mitstreiter und mit ihren ehemalige Spieler. Der positive Rücklauf blieb nicht aus und dann startete der Verein wieder in der B-Klasse. Eine zweite Mannschaft wurde aufgebaut und die "Erste" schaffte die Rückkehr in die jetzige A-Klasse. Ein Leuchtturm unter den Getreuen ist Matthias Seraphin, der seine Schuhe ausnahmslos für den ESV Amberg schnürte.

Aber die erfolgreiche Wiederbelebung lockte auch andere Akteure zu den Eisenbahnern: "Wir freuen uns auch über den Zulauf der Ehemaligen, so kam mit Patrick Ott jetzt wieder ein Spieler zurück, der in den 90er Jahren im jüngeren Juniorenbereich spielte", so Thomas Wutz. So summierte sich der Herrenkader auf mittlerweile 40 Akteure - eine Zahl, auf die man beim ESV Amberg stolz sein kann. Über 20 tummeln sich auch im Training, so dass der Trainer keine großen personellen Sorgen hat.

Die Lösung

An der Seitenlinie musste bei den Eisenbahnern Dominik Steup zu Saisonbeginn als Übungsleiter aus persönlichen Gründen aufhören. Der Verein machte sich um Philipp Kemptner auf die Suche nach einer Lösung und wurde mit Reiner Egelkraut fündig - in der Region als Spieler oder Trainer kein Unbekannter.

Mit sechs Punkten aus fünf Partien sind die Eisenbahner auch gut im Soll und streben den Klassenerhalt an. Die Punkte dazu sollen bald geholt werden, vielleicht auch der eine oder der andere am Wochenende gegen den FC Kaltenbrunn, der das für Vereine doch sehr existenzielle Schicksal "B-Klassenabstieg" der ersten Mannschaften mit seinen Gastgebern teilen musste.

260 Mitglieder

Die Stimmung ist jedenfalls gut bei den Eisenbahnern, die Mitgliederzahl konnte in diesem Jahr sogar auf über 260 gesteigert und damit verdoppelt werden: "Das hat aber nicht so viel mit Fußball zu tun, denn von Siemens kam die Leichtathletiksparte mit einer gigantischen Jugendarbeit", freut sich Thomas Wutz über die breite Basis, auf die sich der ESV Amberg mittlerweile stützen kann.

Von Siemens kam die Leichtathletiksparte mit einer gigantischen Jugendarbeit.Thomas Wutz, Vorsitzender des ESV Amberg
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