06.03.2017 - 16:56 Uhr
Sport

Beim Leichtathletik-Länderkampf in Halle Katrin Fehm und Corinna Schwab siegen für Deutschland

Die deutschen Nachwuchs-Leichtathleten wiederholen am Samstag in Halle/Saale beim Länderkampf gegen Frankreich und Italien den Vorjahres-Erfolg. Katrin Fehm und Corinna Schwab steuern mit ihren Leistungen maßgeblich dazu bei.

Hier passiert der Lapsus: Katrin Fehm (rechts) übergibt auf Sophia Junk, die zu weit vor der Wechselzone wartete. Die Disqualifikation der Staffel war die Folge. Katrin Fehm war auch im Einzelrennen über 200 Meter mal wieder die Schnellste. "Sie puschen mich schon, meine Erfolge. Ich sehe, dass ich für das ganze Training und den Aufwand belohnt werde." Bild: Hensel
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Halle/Amberg. Sowohl in den Hallen- als auch in den Winterwurf-Wettbewerben gab es Siege für die deutsche U20- und die U23-Auswahl. Vor allem die deutschen U20-Athletinnen waren ihren gleichaltrigen Konkurrentinnen aus Italien und Frankreich am Samstag in Halle/Saale weit voraus. Sie trugen mit acht Einzelsiegen zum deutschen Gesamtsieg der Hallenwertung bei: Mit 181 Punkten setzte sich die DLV-Auswahl gegen Italien (169) und Frankreich (161) durch.

Katrin Fehm (ESV Amberg) und Corinna Schwab (TV Amberg) lieferten über ihre Disziplinen wichtige Punkte. Fehm gewann in 23,82 Sekunden über die 200 Meter.

Disqualifiziert

Riesenpech dann in der 4x200-m-Staffel für die deutsche Meisterin: Luna Buhlmahn, Francine Philipp, Sophia Junk und Katrin Fehm stellten eigentlich einen deutschen Hallenrekord auf - aber Junk, die als Zweite von Fehm den Staffelstab übernahm, war außerhalb der Wechselzone gestanden, zu weit vor der Linie. Deshalb musste das deutsche Quartett disqualifiziert werden. "Das ist schon ärgerlich und war unglücklich", kommentierte Katrin Fehm den Lapsus. Denn in der Halle müssen die Läuferinnen vor der Wechsellinie stehen, im Freien dagegen hinter der Linie: "Ich glaube, sie hat das einfach verwechselt."

Auf Video

Dennoch wieder eine Top-Leistung der Hahnbacherin, die von Erfolg zu Erfolg läuft. "Es ist nicht leicht, das alles vom Kopf her immer zu verarbeiten. Die ganze Nervosität, die Anspannung", sagt die 18-Jährige aus Hahnbach. Aber sie hat ein Rezept, wie sie damit umgeht: "Ich rede viel über den Wettkampf und schaue mir auf Video an, wie ich gelaufen bin. Manchmal ist alles so unrealistisch, denn seit ich angefangen habe, geht's bei mir nur bergauf." Bergauf geht's nach ihrer Verletzung auch wieder mit Corinna Schwab vom TV Amberg. Sie bot in Halle mit Platz zwei über 400 Meter und einer neuen persönlichen Bestleistung (54,64 Sekunden) hinter Rebecca Borga (Italien, 54,29) eine hervorragende Leistung. Pikant: Lea Ahrens, die bei der deutschen Meisterschaft vor kurzem in Sindelfingen vor Schwab den Titel über diese Distanz gewonnen hatte, musste sich mit dem dritten Platz begnügen. Schwab wäre mit dieser Zeit locker deutsche Meisterin geworden. Ein kleiner Trost: Corinna Schwab führt nun die deutsche Hallen-Bestenliste vor Ahrens über diese Distanz an. "Wir haben die Ordnung hier wieder hergestellt", freut sich ihr Trainer Lutz Glaser.

Manchmal ist alles so unrealistisch, denn seit ich angefangen habe, geht's bei mir nur bergauf.Katrin Fehm
Wir haben die Ordnung hier wieder hergestellt.Lutz Glaser, Leichtahtletik-Trainer des TV Amberg, über den ersten Platz von Corinna Schwab in der deutschen Bestenliste über 400 Meter

Länderkampf U20

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.