25.04.2018 - 22:00 Uhr
Oberpfalz

Bittere Niederlage des FC Amberg gegen FC Schweinfurt 05 II Tiefschlag nach Tiefschlaf

Ein kollektiver Blackout von etwa 60 Sekunden Dauer und ein tückischer Aufsetzer sorgen für viel Frust beim FC Amberg - und eine unnötige Niederlage gegen die Reserve des 1. FC Schweinfurt 05.

Das tat weh: Der FC Amberg - hier wird Martin Popp (rechts) gefoult - verspielte leichtfertig eine 2:0-Führung gegen die Reserve des 1. FC Schweinfurt 05. Bild: ref
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Mit 2:3 verlor der FC Amberg das Nachholspiel in der Bayernliga Nord vor der Minuskulisse von nur 50 Zuschauern, nachdem die Truppe von Lutz Ernemann bereits mit 2:0 geführt hatte. "Wir haben das leichtfertig hergegeben. Die Niederlage, wie sie zustande gekommen ist, ärgert mich", sagte Ambergs Trainer, der mit nur elf Spielern in die Partie gehen musste - Auswechseln ausgeschlossen. Dazu war der etatmäßige Torwart Max Bleisteiner beruflich verhindert, für ihn stand der A-Junior Moritz Plößl (19) im Kasten.

Gleich in der 1. Minute lief ein schöner Angriff des FC Amberg über Linksaußen, Tobias Spieß passte in die Mitte des Sechzehners, wo ein Schweinfurter Verteidiger zu kurz abwehrte. Der Ball kam zu Pascal Tischler, der unhaltbar zum 1:0 traf. Ein schneller Konter über Sebastian Schulik, ein Pass auf Florian Fruth, der von rechts in den Strafraum lief und mit einem satten Schuss ins lange Eck Torwart Jannick Feidel keine Chance ließ (40.) - es stand 2:0.

Was dann folgte, war unerklärlich. Freuten sich die Amberger angesichts der in dieser Saison ungewohnten Führung zu sehr, fühlten sie sich schon als Sieger? Wie auch immer, binnen 60 Sekunden glichen die Schweinfurter aus. Das 1:2 nach dem Anstoß, die gesamte Amberger Mannschaft im kollektiven Tiefschlaf. Markus Thomann brachte den Ball in den Amberger Sechzehner. Daniel Gömmel wollte abwehren und schoss ins eigene Tor. Anstoß Amberg, Ballverlust - Steffen Schmidt zielte über Torwart Moritz Plößl ins linke obere Eck - 2:2. Äußerst bitter, auf diese Weise eine 2:0-Führung herzugeben.

Im zweiten Abschnitt wirkten die Gäste dominanter und hatten eine Reihe hundertprozentiger Chancen, die sie aber kläglich vergaben. Schweinfurt hätte da längst mit 3:2 oder 4:2 führen können.

Als sich Ernemanns Rumpftruppe wieder mehr zutraute, offensiver wurde, bot sich eine Riesenchance zum dritten Tor: Feidel hatte sich zu weit herausgewagt, und Martin Popp wollte den Ball mit einem Lupfer ins verwaiste Tor befördern - doch Max Hillenbrand wehrte gerade noch mit der Brust ab. Der Nachschuss von Florian Fruth landete in der vielbeinigen Schweinfurter Abwehr. Genau in diese Phase der Niederschlag: Ein eher harmloser, nicht allzu scharfer Schuss von Tobias Fleischer aus rund 30 Metern kam auf Plößl zu, der sich Richtung Flugbahn des Balles warf und ihn fast schon zu haben schien. Doch kurz vor dem Keeper setzte der Ball auf, versprang an einer Unebenheit und trudelte über den Amberger Torwart zum 2:3 ins Netz. "Das ist natürlich schon bitter, wenn uns unsere eigenen Platzverhältnisse zum Verhängnis werden", ärgerte sich Ernemann.FC Amberg: Plößl, Helleder, Gömmel, Tischler, Hüttner, Spieß, Florek, Keilholz, Fruth, Popp, Schulik

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