DJK Ammerthal strotzt vor Selbstbewusstsein
"Wir fahren das erste Mal nach Amberg, um zu gewinnen"

Torjubel der besonderen Art im Derby vergangene Saison beim FC Amberg: Michael Jonczy (links) lief nach seinem verwandelten Elfmeter zum 1:0 für die DJK Ammerthal Richtung Eckfahne, setzte sich und fing an, "Luftpfeife" zu rauchen. Wenn er am Sonntag dabei sein sollte, wird er sich - falls er trifft - etwas anderes einfallen lassen. "Schau'n wir mal", sagt der Torjäger. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
21.09.2017
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"Wir sind Favorit." Zitat: Tobias Rösl, Sportdirektor der DJK Ammerthal

Gerne sieht sich die DJK Ammerthal in der Rolle des Außenseiters - wenn es gegen den FC Amberg geht. Diesmal sind die Rollen anders verteilt, denn die Elf von Jürgen Press tankt nicht nur durch den Sieg am Mittwoch in Hof neues Selbstvertrauen.

Rückblick: Das letzte Derby am 29. Oktober 2016 sorgte für jubelnde Ammerthaler im Stadion des FC Amberg. Der damalige Neu-Trainer Jürgen Press hatte seine Mannschaft top eingestellt, die den FC mit 3:1 überrollte. Zweifacher Torschütze war Michael Jonczy, der seinen ersten Treffer - einen Elfmeter zum 0:1 - auf ungewöhnliche Art feierte: Er lief zur Eckfahne, setzte sich auf den Boden und begann, pantomimisch eine Pfeife zu rauchen. Ein paar Mitspieler kamen dazu und machten es ihm nach.

"Das ist uns spontan so eingefallen, wir haben das kurz vorher so ausgemacht", erklärt Jonczy die Aktion. "Das ist eine Insider-Geschichte. Wir sind die Shisha-Bande, wir treffen uns ab und zu und rauchen Shisha-Pfeife." In Nürnberg und in Amberg waren sie schon, und kurz vor Anpfiff kam die Idee auf, auf diese Art ein Tor zu feiern: "Das wäre mal nicht schlecht, das anders zu machen als sonst, haben wir uns gedacht", schildert Jonczy. Der Torjäger laboriert momentan an einer Leistenverletzung, und sein Einsatz ist im anstehenden Duell am Sonntag, 24. September, um 17 Uhr in Amberg noch fraglich. "Es wird sich vielleicht erst am Freitag oder Samstag entschieden, ob ich mitspiele", sagte Jonczy, der in der bisherigen Bayernliga-Saison "nur" vier Treffer erzielte.

Was auch am unerwartet schlechten Abschneiden der DJK Ammerthal liegt. "Wir sind super gestartet, und dann kamen auf einmal die vielen Verletzten. Da war schon viel Pech dabei", erklärt der Torjäger, der in der vergangenen Saison den zweiten Platz mit 25 Treffern in der Torschützenliste belegte.

Dennoch ist Michael Jonczy zuversichtlich, was den Ausgang des Derbys betrifft: "Das müssten wir schon schaffen." Den FC Amberg, von vielen Experten als erster Absteiger gehandelt, stuft er nicht so schlecht ein: "Das ist noch viel zu früh, eine Prognose abzugeben. Es kann noch so viel passieren", sagt Jonczy.

Ammerthals Sportdirektor Tobias Rösl jedenfalls glaubt zu wissen, was am Sonntag passiert: "Wir fahren das erste Mal nach Amberg, um zu gewinnen. Wir sind Favorit."

Eine Einschätzung, die Ambergs Kapitän Kevin Kühnlein teilt: "Ammerthal ist der Favorit, das steht außer Frage. Aber nach den eminent wichtigen drei Punkten in Erlenbach brennen wir aber auf die Derbywochen und rechnen uns durchaus etwas Zählbares aus." Kühnlein, der Antreiber und Motor des FC, blickt trotz des vorletzten Tabellenplatzes optimistisch nach vorne und glaubt an den Klassenerhalt: "Natürlich! Wir haben noch kein Spiel kampflos abgegeben. Die Situation ist brutal schwierig. Aber wir werden einen Teufel tun und aufgeben. Wir schaffen das."

In Erlenbach hatte ihn Trainer Lutz Ernemann in den Sturm beordert - und damit den Gegner überrascht. Für das Derby gegen die DJK Ammerthal geht Kühnlein aber davon aus, wieder verteidigen zu dürfen: "Ich sehe das nicht als meine neue Rolle, das war eine Ausnahme."

Wir sind Favorit.Tobias Rösl, Sportdirektor der DJK Ammerthal


Wir werden einen Teufel tun und aufgeben.Kevin Kühnlein, Kapitän des FC Amberg
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