20.04.2018 - 19:48 Uhr
Oberpfalz

Edelsfeld im Kreisliga-Süd-Derby gegen Königstein Nachbar-Keller-Duell mit besonderer Brisanz

In Rieden steigt am 22. Spieltag der Kreisliga Süd ein Verfolgerduell. Für den Verlierer war's dann wohl im Rennen um Platz zwei. Germania Amberg erwartet zum Kirwaspiel den TuS Rosenberg und in Edelsfeld fiebern die Fußballfans einem besonders brisanten Duell entgegen.

Ein jubelnder Königsteiner Kapitän Bernd Holzwarth (Zweiter von rechts) und zwei bedröppelt dreinschauende Edelsfelder. Im Derby-Hinspiel war eine klare Sache, der TSV Königstein gewann mit 5:1. Bild: Ziegler
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Zu Gast ist Nachbar TSV Königstein, der in der Tabelle gerade einmal vier Punkte besser dasteht. Der Tabellenzweite SC Luhe-Wildenau steht vor einer schweren Aufgabe bei der DJK Utzenhofen, die in diesem Jahr noch ohne Punktverlust ist. Auf den Plätzen drei bis sechs stehen drei Mannschaften mit je 41 Punkten - zwei davon treffen im Spiel FC Rieden - FV Vilseck aufeinander.

DJK Utzenhofen SC Luhe-Wildenau

(aun) Die letzten fünf Spiele gewann Utzenhofen - und sitzt trotzdem weiterhin im Niemandsland der Tabelle fest. Ob die Siegesserie gegen den Tabellenzweiten hält? Im Hinspiel beim SC Luhe-Wildenau kassierte Utzenhofen einer seiner höchsten Niederlagen (0:4). Die Gäste wurden schon vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt und wurden diesem Anspruch auch gerecht. Nach der Winterpause kam die Rittner-Elf sehr gut in Tritt (13 Punkte aus 6 Spielen). Der SC hat die zweitbeste Offensive der Liga - zugleich auch die zweitbeste Defensive. Die DJK-Abwehr um Kapitän Christian Geitner wird ein besonderes Augenmerk auf die beiden Top-Stürmer Ludwig Tannhäuser (12 Tore) und Benjamin Urban (10) legen müssen. Doch dafür braucht DJK-Trainer Matthias Pfeiffer erst einmal Spieler und das notwendige Konzept. Einige Spieler sind leicht angeschlagen, andere fehlen aus privaten Gründen.

1. FC Rieden FV Vilseck

(riw) Enttäuscht waren die Riedener nach der Niederlage gegen Luhe-Wildenau. Nicht unbedingt wegen des Ergebnisses, sondern mehr über das mediale Nachtreten des SC und die Schiedsrichterleistung. Die FC-Spieler als "frustriert" hinzustellen und sinngemäß zu behaupten, sie seien nur noch auf die Knochen gegangen, entspricht nach Meinung der Riedener nicht den Tatsachen. Im Spiel um den zweiten Platz schenkten sich beide Teams nichts. Mit der strittigen, und aus Sicht der Riedener unverhältnismäßigen Roten Karte in der 5. Minute hatten die FC-Spieler den Stempel "Bad Boy" auf der Stirn. Der Schiedsrichter begann damit eine Serie von Entscheidungen, die die Gäste als einseitig und spielentscheidend falsch empfanden. Bleibt der Blick nach vorne: Als nächster Hochkaräter gastiert mit dem FV Vilseck eine spielstarke Truppe, die sich wieder im Aufwind befindet und den zweiten Platz noch nicht aus den Augen verloren hat. Für stark ersatzgeschwächte Riedener wird es sehr schwer werden, Zählbares zu holen.

Germania Amberg TuS Rosenberg

(tne) Zum Kirwaspiel empfängt der SC Germania Amberg bereits am Samstag den TuS Rosenberg. Die Gastgeber tankten in der Vorwoche Selbstvertrauen, zeigten vor allem in der ersten Hälfte beim 3:1-Sieg in Königsstein eine starke Leistung und fuhren so drei wichtige Punkte im Abstiegskampf ein. Nun soll gegen Rosenberg auch endlich der erste Heimsieg der Saison folgen. Ein Punktgewinn wäre auch bitter nötig, denn auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller punkteten zuletzt regelmäßig. Der TuS verlor zuletzt gegen Tabellenführer Paulsdorf (1:2) und spielte gegen Schmidmühlen 1:1. Mit Germania und Rosenberg stehen sich zudem die beiden Unentschiedenkönige der Liga gegenüber. Bereits achtmal spielten beide Teams in dieser Saison remis, so auch beim 2:2 im Hinspiel.

TSV Eslarn ASV Haselmühl

(exb) Mit nur 20 erzielten Toren bringt es Haselmühl auf stattliche 31 Punkte. Defensiv ist der Gegner nur schwer zu knacken, nach vorne ist er bei Standardsituationen und durch schnelles Umschaltspiel gefährlich. Am letzten Spieltag war Eslarn gegen Utzenhofen nahe dran an einem Punktgewinn. Doch dann geriet man durch einen Doppelschlag binnen zwei Minuten ins Hintertreffen. "Individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen, bremsen uns immer wieder aus", ärgert sich Trainer Fabian Dimper. "Am Sonntag muss gerade im eigenen Strafraum deutlich konsequenter und entschlossener im Eins-gegen-Eins verteidigt werden."

SV Schmidmühlen SSV Paulsdorf

(fop) Gelingt dem SV Schmidmühlen eine Überraschung? Er erwartet den klaren Favoriten und Tabellenführer, der zuletzt vier Spiele in Serie gewann und dadurch bereits vier Punkte Vorsprung auf Luhe-Wildenau hat. Insbesondere wird das Augenmerk dem Sturm der Gäste zu widmen sein, denn Illir Mujku und Tobias Scherm haben bereits 33 Treffer erzielt und damit zusammen mehr als das gesamte Heimteam (31). Aber Schmidmühlen ließ bereits zweimal nach der Winterpause durch Unentschieden gegen Spitzenteams aufhorchen (0:0 in Luhe-Wildenau, zuletzt 1:1 in Rosenberg) und war nur gegen Vilseck deutlich unterlegen. Die Rückkehr zur zuletzt gezeigten Heimstärke sollte zumindest ein Indiz sein, dass man dem Gegner nicht kampflos die Punkte übergeben wird.

FC Edelsfeld TSV Königstein

(mam) Von beiden Lagern mit Spannung und Vorfreude erwartet wird das Derby zwischen dem FC Edelsfeld und dem TSV Königstein. Dabei geht es nicht nur um das unter Nachbarn übliche Prestige, sondern auch um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt. Nach drei Niederlagen in Folge geriet der sich schon fast in Sicherheit geglaubte TSV noch einmal in den Abstiegsstrudel und belegt den ersten Nichtabstiegsplatz. Im Vergleich zu den Platzherren haben die Gäste aber eine wesentlich komfortablere Ausgangslage. Der FC Edelsfeld verlor am vergangenem Spieltag das wichtige Kellerduell beim SV Freudenberg (1:3), somit hilft am Sonntag nur ein Dreier wirklich weiter, um sich alle Möglichkeiten in puncto Klassenziel zu erhalten. Wichtig wird vor der zu erwartenden großen Kulisse sein, die Nervosität möglichst früh abzulegen, um schnell sein Spiel zu finden. Dies gelang bei der deutlichen Vorrundenniederlage nicht. Edelsfeld hat kaum noch etwas zu verlieren und so muss die Devise lauten, mutig nach vorne zu spielen und Druck auf den Gegner auszuüben, damit dieser nicht zur Entfaltung kommt.

SV 08 Auerbach SV Freudenberg

(sht) Zur Winterpause schien Freudenberg mit nur vier Punkten ein sicherer Absteiger zu sein. Doch in diesem Jahr holten sie 13 Punkte aus 6 Spielen und verbesserten sich auf dem Relegationsplatz. Diesen Aufwärtstrend wollen die Gäste auch in Auerbach fortsetzen, um sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen. Bei den Auerbachern läuft es dagegen überhaupt nicht in diesem Jahr: Nur ein Sieg und ein Unentschieden - und zuletzt drei Niederlagen in Folge. Aktuell befinden sich die Blau-Weißen immer noch im Tabellen-Niemandsland, trotzdem sollten sie mal wieder punkten und vor allem ihrem Heimpublikum etwas bieten. Derzeit schaffen es die Bergstädter zu selten, sich Chance zu erarbeiten und diese auch zu nutzen. Oft reichten den Gegnern wenige Möglichkeiten zum Sieg.Kreisliga Süd

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