18.02.2018 - 20:00 Uhr

Ehrungen bei der Schiedsrichtergruppe Amberg Ein Dankeschön für ein undankbares Amt

In der ersten Monatsversammlung der Schiedsrichtergruppe Amberg standen neben der Regelfortbildung auch Ehrungen auf dem Programm. Der wiedergewählte Fußball-Kreisvorsitzende Albert Kellner dankte den Unparteiischen für ihren Einsatz Woche für Woche auf den Sportplätzen, gerade weil "ihr nicht immer Anerkennung für euer undankbares Amt bekommt". Obmann Thomas Gebele wünscht sich mehr Verständnis: "Wenn ein Stürmer einen Torchance vergibt, feuert man durch Klatschen und Zurufe den Spieler an." Bei einem aus Vereinssicht falschen Pfiff werde der Schiri beleidigt und sogar auch angegangen. "Diese Kritiker sollten selbst einmal ein Spiel pfeifen", so Gebele, "dann wüssten sie, wie schwer es ist, es allen recht zu machen."

Bei der DFB-Aktion "Danke Schiri" erhielten Karl Vollmer (Zweiter von links) vom SSV Paulsdorf und Thomas Ehrnsperger (rechts daneben) vom 1. FC Rieden durch Kreisvorsitzenden Albert Kellner (rechts) und Obmann Thomas Gebele (links) Ehrenpreise. Bilder: Grollmisch (2)
von Autor GELProfil

Der Deutsche Fußballbund (DFB) ehrt zum wiederholten Male Unparteiische, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement als Schiedsrichter und darüber hinaus verdient gemacht haben. Der Bezirksschiedsrichterausschuss (BSA) nimmt diese Ehrung auch auf Oberpfalzebene vor. Für die Gruppe Amberg wurde in der Kategorie "über 50" Karl Vollmer vom SSV Paulsdorf ausgewählt, er ist seit über 45 Jahren Schiedsrichter, war sowohl als Referee als auch als Beobachter beim Verband tätig, zudem als Lehrwart, SR-Einteiler und zurzeit als Herren-Spielleiter übt Vollmer verschiedene Funktionen aus. In der Kategorie "unter 50" wurde Thomas Ehrnsperger vom 1. FC Rieden nominiert. Als Unparteiischer leitet er in der Bayernliga und A-Junioren-Bundesliga viele Spiele, zudem unterstützte er die Gruppe in verschiedenen Ämtern wie Kassier, Jugendeinteiler und Lehrwart; dazu bildet er viele Jung-Schiedsrichter aus.

Sechs weitere Schiedsrichter wurden für ihre jahrelange Tätigkeit geehrt: Die Bezirksnadel in Silber für 10 Jahre erhielten Boris Finkel (FSV Gärbershof), Matthias Kraus (1. FC Rieden) und Kai Thiele (DJK Gebenbach). Die Bezirksnadel in Gold bekam Christian Struppeck vom SV Illschwang, Markus Lutter (DJK Ammerthal) wurde mit der Verbandsnadel in Silber ausgezeichnet. Eine seltene Ehrung wurde Bernhard Heigl vom TuS Kastl zuteil, der für 40 Jahre SR-Tätigkeit geehrt wurde. Er pfiff Spiele in der A-Klasse (heute Kreisliga) noch ohne Assistenten und war oft im angrenzenden Bezirk Mittelfranken unterwegs. Da er die SR-Gruppe auch bei anderen sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen unterstützte, erbrachte er die Voraussetzungen, um auch zum Ehrenmitglied ernannt zu werden.

"Rekordmann" Moritz Fischer pfeift 135 Spiele

Beim Jahresrückblick ist es mittlerweile Tradition, den Schiedsrichtern mit den meisten Spieleinsätzen mit einem Geschenk zu danken. Moritz Fischer von der SpVgg Ebermannsdorf leitete im abgelaufenen Jahr 135 Spiele, Jonas Kohn (Germania Amberg) 89, Adrian Kohn (FC Amberg) 85 und Matthias Zahn vom FC Großalbershof 76. In der Kategorie "über 50 Jahre" pfiff Edi Kuriata vom FSV Gärbershof 82 Partien, Toni Münch (Germania Amberg) 76 und Adolf Binner vom SV Raigering 67 Spiele. Vom letzten Neulingslehrgang überzeugten mit ihrem Engagement Leon Ertel (SSV Paulsdorf), Felix Ponath (SV Raigering) und Markus Hann vom FV Vilseck.

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