09.07.2017 - 14:40 Uhr
Sport

Ein Spieler wie gewünscht FC Amberg findet Nachfolger von Julian Ceesay

In der ersten Hälfte hat der Bayernligist FC Amberg den Bezirksligisten Inter Bergsteig wohl ein bisschen unterschätzt. "Aber dann haben wir Kevin Kühnlein gebracht, und mit ihm war wieder ein Chef am Platz", sagt FC-Trainer Lutz Ernemann. Und: Der Nachfolger von Innenverteidiger Julian Ceesay scheint gefunden.

Der tschechische Gastspieler des FC Amberg, Michal Ruzicka (Mitte am Rasen), im Zweikampf mit dem zur zweiten Halbzeit eingewechselten Waldemar Waschkau vom SV Inter Bergsteig (rechts). Links hinten ist FC-Spieler Fabian Helleder, rechts daneben der zweifache Inter-Torschütze Benjamin Schneider Beobachter der Szene. Bild: Ziegler
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der SV Inter Bergsteig feierte sein 50-jähriges Vereinsbestehen, und zu diesem Anlass war der FC Amberg zu einem Testspiel eingeladen. Der kreuzte mit einem Gastspieler auf, dessen Verpflichtung laut Ernemann "nahe an der Unterschrift ist": Michal Ruzicka (22) von Viktoria Pilsen. "Er hat seine Sache sehr ordentlich gemacht", lobte Ernemann den 1,95 Meter großen Innenverteidiger: "Ein Spieler wie gewünscht. Schnörkellos, eine gute Ausbildung, Idealmaße und sehr kopfballstark." Mit 6:3 gewann zwar der FC Amberg, aber in der ersten Hälfte machte ihm der Bezirksliga-Aufsteiger das Leben schwer. Ernemann brachte zunächst eine Reihe jüngerer Spieler, darunter auch mit Daniel Leitenbacher einen Stürmer aus der zweiten Mannschaft. Johannes Ritter, die Nummer zwei hinter Max Bleisteiner, durfte das komplette Spiel im Tor stehen - und kassierte prompt das 0:1 (37.) durch Matthias Schmidt. Der Torjäger, der vom ASV Haselmühl zu Inter gewechselt war, feierte einen perfekten Einstand in der Elf von Trainer Markus Kipry.

Auf der anderen Seite gönnte Ernemann seinem Torjäger Sebastian Schulik eine Pause. "Er hat bisher jedes Spiel mitgemacht, aber wir dürfen ihn nicht überbelasten, er ist noch in der Aufbauphase", erklärte der FC-Trainer. Ein Doppelpack von Stellmach und Tischler brachte die 2:1-Führung für den Bayernligisten kurz vor der Pause.

Danach kam Kevin Kühnlein für Vincent Schweiger, und mit dem Abwehrchef kam Ordnung ins Spiel. Und Tempo. "Das war eine ganz andere Geschichte", sagt Ernemann, der einen Martin Popp erlebte, wie "man ihn kennt: Zielstrebig und mit Drang zum Tor." Dreimal drängte es den Stürmer, und mit dem Treffer von Ermin Kojic stand es auf einmal 6:1 für den FC Amberg. In der Schlussphase ließ dann die Aufmerksamkeit nach, und Benjamin Schneider verschönte mit zwei Toren noch etwas das Ergebnis.

Inter Amberg: Hahn (46. Daniel Steinbach), Schmidt, Hoffmann, Benjamin Kruppa, David Kruppa (46. Waschkau), Granit Sejdiu, Mustafai (55. Ali Mahmoud Shaker), Dauer (64. Pesce), Schneider, Albert Sejdiu, Dürbeck (24. Becirovic).

FC Amberg: Ritter, Kojic (76. Leitenbacher), Michal Ruzicka, Helleder, Herrndobler, Tischler, Fruth, Gömmel (76. Keilholz), Schaar (46. Popp), Stellmach (76. Geitner), Schweiger (46. Kühnlein).

Tore: 1:0 (37.) Matthias Schmidt, 1:1 (41.) Raffael Stellmach, 1:2 (43.) Pascal Tischler, 1:3 (58.) Martin Popp, 1:4 (65.) Ermin Kojic, 1:5/1:6 (68./74.) Martin Popp, 2:6/3:6 (83./85.) Benjamin Schneider - SR: Matthias Kraus (1. FC Rieden)

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