Eishockey-Landesliga
ERSC Amberg weiter scharf auf Punkte

Coach Alex Reichenberger (in der Mitte, stehend auf der Bank) und Siegtorschütze Dominik Schopper (rechts) können mit der Leistung des ERSC Amberg in Nürnberg zufrieden sein. Bild: pa
Sport
Amberg in der Oberpfalz
12.12.2016
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Die Qualifikation zur Zwischenrunde ist längst in trockenen Tüchern, aber der ERSC Amberg ist in der Eishockey-Landesliga weiter scharf auf Punkte. Das musste auch der EHC 80 Nürnberg zur Kenntnis nehmen. Am Freitag gewannen die Löwen bei den Franken mit 4:3 - der dritte Auswärtssieg in Folge. Vom Ergebnis her zwar eine knappe Sache, aber aufgrund der Chancenanteile sicher nicht unverdient.

Dominik Schopper scheint sich zum Mann für die späten Tore zu entwickeln. Wie schon in Haßfurt traf das Sturmtalent auch in der Frankenmetropole in der Schlussphase, diesmal zur Entscheidung. Zwar fehlte Coach Alex Reichenberger mit Torhüter Lukas Stolz, Andreas Hampl sowie dem erkrankten Lukas Salinger noch ein Trio zur Bestbesetzung, aber mit den wieder genesenen Florian Wrobel und Domink Farnbauer sowie Niklas Stolz (zuletzt gesperrt) war der Löwenkader in der Nürnberg-Arena doch schon recht gut besetzt.

Der ERSC war vom Anfangs-Bully weg hellwach, hatte nach zehn Sekunden die erste Großchance durch David Rybka. Der scheiterte in dieser Szene zwar noch, lochte aber nur 35 Sekunden später zum 1:0 für die Löwen ein. Die Gäste zeigten sich recht kombinierfreudig, manchmal fast etwas zu verspielt. Wie beim 1:1-Ausgleich, als der Offensivgeist die defensive Abstimmung ausschaltete und Hahn ungehindert zum Abschluss kam. Aufgrund der klaren Tabellensituation agierte Amberg zwar sehr engagiert, aber nicht mit dem allerletzten Einsatz.

Eine ganze Anzahl guter Chancen eröffneten sich so, wurden aber nicht konsequent zu Ende gespielt. Eine tolle Kombination ging dem 1:2 durch Youngster Daniel Troglauer voraus. In der Folge versuchte der ERSC nachzusetzen, vernachlässigte aber die Deckungsarbeit und musste so 23 Sekunden vor der Pausensirene etwas überraschend das 2:2 durch Ex-DEL-Profi Hannes Körber hinnehmen.

Auch im Mittelabschnitt brauchte Amberg nicht lange, diesmal nur 82 Sekunden, um erneut in Führung zu gehen. Florian Bartels profitierte von einem feinen Zuspiel von Rybka. Auch jetzt war es ein unterhaltsames Spiel. Die Löwen zeigten sich "generös" mit der Verwertung ihrer Konterchancen, hätten die durchwegs faire Partie in dieser Phase aber eigentlich entscheiden müssen. So blieb die Spannung auch im Schlussdrittel erhalten. Zwar blieben die Anteile mehr auf der Seite des ERSC, aber auch die Gastgeber kamen immer häufiger zu gefährlichen Abschlüssen.

Es benötigte einer doppelten Überzahl für die "80er", um zum neuerlichen Ausgleich zu kommen. Während man sich schon Gedanken um ein mögliches Penalty-Schießen machte, schloss Schopper ein Zusammenspiel mit seinem Sturmpartner Kirill Groz eiskalt und erfolgreich zum 3:4 ab.

Eishockey-LandesligaEHC 80 Nürnberg - ERSC Amberg 3:4

Tore: 0:1 (1.) Rybka (Bartels, Flamik), 1:1 (7.) Hahn (Marsall, Hain), 1:2 (16.) Troglauer (Schönberger, Brenner), 2:2 (20.) Körber (Marsall, Hahn), 2:3 (21.) Bartels (Rybka), 3:3 (53.) Körber (Härtlein, Marsall/5-3), 3:4 (56.) Schopper (Groz) - Strafen: Nürnberg 12 + 10 (Palenta), Amberg 18 Minuten - Zuschauer: 120.
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