Eishockey Zwischenrunde
ERSC Amberg bis an die Schmerzgrenze

Dominik Farnbauer. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
07.01.2017
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Gut 20 Stunden nach dem Abpfiff in der Partie mit den Bad Kissinger Wölfen stehen die Spieler des ERSC Amberg am Samstag, 7. Januar, schon wieder auf dem Eis. Um 19 Uhr treten die Löwen am Fuße der Zugspitze in der Olympiaeishalle von Garmisch-Partenkirchen gegen den TSV Farchant an.

Zunächst auf Natureis

Der 1949 gegründete Verein aus dem Garmischer Vorort hat eigentlich eine lange Eishockey-Tradition, viele Jahre zunächst auf Natureis, war 1978 sogar Bayernligameister und spielte bis 1981 in der Regionalliga, ehe die Eishockeysparte kurz darauf wegen der hohen Mietkosten für die Olympiahalle aufgelöst wurde. Ab 2012 wurde zunächst wieder hobbymäßig Eishockey gespielt, bis man in der Vorsaison am Punktspielbetrieb teilnahm.

Riessersee-Auffangbecken

Dort gelang - vorwiegend mit Spielern der abgemeldeten 1b-Mannschaft des SC Rissersee - auf Anhieb der erste Rang in der regionalen Bezirksliga-Gruppenphase und zum Saisonende der Aufstieg in die Landesliga.

Zu den beiden Halbfinal-Playoffs gegen den späteren Meister EV Füssen kamen dabei insgesamt über 5000 Zuschauer (!). Zu "normalen" Begegnungen pendelt sich die Besucherzahl aber zwischen 300 und 400 ein. Trainer Stefan Meyer steht ein sehr umfangreicher, ausgewogener Kader zur Verfügung, was sich schon beim Auftaktspiel in Schweinfurt zeigte. Trotz des vermeintlich klaren 9:5 für die Mighty Dogs hielten die Oberbayern quasi bis zur letzten Sekunde dagegen, trafen zweimal in Über- und einmal in Unterzahl, hatten insgesamt zehn unterschiedliche Torbeteiligte - und sie waren mit 21 Akteuren angereist. Das lässt in einem Heimspiel erst recht vier komplette Blöcke erwarten.

Die große Stärke ist deshalb die Lauf- und Einsatzbereitschaft des gesamten Teams, erst recht vor eigenem Publikum, wo sich manchmal nicht nur der Gegner beeindrucken lässt.

Die Amberger werden da an ihre Schmerzgrenze gehen müssen, zumal Farchant nach seinem Spiel gegen Dingolfing am Donnerstagabend einen Tag länger zur Regeneration Zeit hatte und auch keine anstrengende Busreise - 275 km einfach sind es laut Routenplaner für die Löwen - in den Knochen. Man hofft im ERSC-Lager natürlich, dass es am Freitag gegen die Kissinger Wölfe keine weiteren Ausfälle zu beklagen gab.

Christoph Schönberger wird vermutlich beruflich nicht dabei sein können, auf jeden Fall steht nach seiner Sperre Dominik Farnbauer wieder zur Verfügung.
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