06.05.2018 - 12:36 Uhr
Oberpfalz

Ernemann-Elf liegt in Ansbach nach 13 Minuten 0:4 hinten, beweist dann aber Moral Abstieg des FC Amberg ist besiegelt

Der FC Amberg steht zwei Spieltage vor Schluss der Saison 2017/18 nun auch rechnerisch als Absteiger aus der Fußball-Bayernliga Nord fest. Ausschlaggebend für den endgültigen Gang in die Landesliga war die 1:4 (0:4)-Niederlage bei der SpVgg Ansbach.

Abschied aus der Bayernliga: Was sich schon lange abgezeichnet hat, ist seit Samstag auch rechnerisch Fakt. Der FC Amberg beendet die Saison als Tabellenletzter. Bild: Ziegler
von Externer BeitragProfil

Die Partie des Schlusslichts beim Tabellensechsten war eigentlich schon nach 13 Minuten gelaufen. Bereits nach 135 Sekunden klingelte es das erste Mal im Amberger Kasten. Ansbachs Torjäger Patrick Kroiß überlupfte seinen Gegenspieler und setzte Sven Landshuter in Szene. Der überwand FC-Juniorentorwart Moritz Plößl mit einem Heber zum 1:0-Führungstreffer. Sechs Minuten später wusste sich Daniel Gömmel gegen Lukas Schmidt nur mit einem Foul zu helfen und Ansbachs Kapitän Christoph Hasselmeier verwandelte den Strafstoß zum 2:0. Keine drei Minuten später kam Gömmel gegen Stefan Hammeter zu spät und Hasselmeier nutzte den zweiten Foulelfmeter souverän zum 3:0. Und um den Tornado, der über die bedauernswerten Oberpfälzer hereinbrach, perfekt zu machen, sorgte Landshuter nach Rückpass von Schmidt nur 40 Sekunden nach dem dritten SpVgg-Treffer für das 4:0.

Wer nun ein Auseinanderbrechen der ersatzgeschwächten Amberger Elf, die nur mit einem Einwechselspieler angereist war, befürchtete, der sah sich getäuscht. Es ist der Mannschaft des Trainergespannes Lutz Ernemann und Bastian Ellmaier hoch anzurechnen, dass sie den Schock der frühen Trefferflut aus den Gliedern schüttelte und mit zunehmender Spielzeit den Gastgebern, die relativ früh in den Verwaltungsmodus schalteten, erfolgreich Paroli boten. Torhüter Moritz Plößl zeigte in einigen Situationen sein Talent und in der Offensive war Kapitän Sebastian Schulik ständiger Unruheherd in der Ansbacher Abwehr.

So war es auch kein Wunder, dass Schulik in der 61. Minute mit einem Konter den mehr als verdienten Ehrentreffer des FC Amberg erzielte. Zehn Minuten zuvor hatte Schulik bereits getroffen - allerdings im Abseits stehend. Die knapp 300 Zuschauer sahen ein leicht verrücktes Spiel mit einer stürmischen und überragenden Anfangsphase der Gastgeber und danach das erfolgreiche Wehren einer krisengeschüttelten Elf gegen den Untergang.SpVgg Ansbach: Himmrich - Belzner, Fürsattel, Hasselmeier, Störzenhofecker - Dietrich (59. Stolz), Mechnik (48. Reutelhuber) - Landshuter (48. Müller), Kroiß, Schmidt - Hammeter

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