06.11.2017 - 20:00 Uhr
Sport

ERSC Amberg besiegt starken EHC Königsbrunn: Dramatische Schluss-Sekunden

Wenn man glaubt, es geht nicht spannender, setzt der ERSC Amberg derzeit immer noch einen drauf. Das Spitzenspiel gegen die Königsbrunner Pinguine entscheiden zwei späte Treffer der Löwen zum etwas glücklichen 4:2-Erfolg - der Sieger hätte nach dem Spielverlauf durchaus auch Königsbrunn heißen können.

David Rybka und Florian Bartels (in den schwarzen Trikots von links) tauchen gefährlich vor dem Gehäuse des EHC Königsbrunn auf. Der war am Sonntagabend der bisher stärkste Gegner im Stadion am Schanzl, letztlich setzte sich aber der ERSC Amberg mit 4:2 durch. Bild: Brückmann
von Autor PAProfil

Die Gäste erwiesen sich mannschaftlich als der stärkste und kompakteste Gegner, der sich in dieser Saison im Stadion am Schanzl präsentierte. Dies war schon im Anfangsdrittel zu erkennen, auch wenn hier noch die Löwen das Heft in der Hand hatten. Torchancen gab es beiderseits mit Vorteilen für Amberg, weshalb die 2:0-Führung der Reichenberger-Truppe zur ersten Pause weitgehend den Spielanteilen entsprach. Florian Bartels - wunderbar von Felix Köbele und David Rybka freigespielt - sowie Dan Heilman trafen binnen 72 Sekunden.

Mit viel Tempo ging es auch im Mittelabschnitt weiter, in dem Königsbrunn sich mit aggressiven Forechecking zusehends mehr Spielanteile eroberte. Ein Pfostentreffer von Zimmermann war der erste Warnschuss, ehe Tim Bertele kurz darauf zum 1:2 abstaubte. In dieser Phase wurde es kurzfristig etwas hektisch auf dem Eis, weil ERSC-Torhüter Lukas Stolz nach einer Parade von einem Gästestürmer attackiert wurde und daraufhin "Personenschutz" durch seine Verteidiger erhielt. Das Resultat dieser Aktion waren 18 Strafminuten - acht für die Löwen und zehn für die Pinguine. Insgesamt war nun mehr Härte im Spiel.

Das änderte sich auch im Schlussdrittel nicht. Bartels und Kirill Groz hatten zunächst noch Möglichkeiten, die Führung auszubauen, aber dann entwickelten die Gäste enormen Druck. Phasenweise glich es einem Powerplay, das die Pinguine aufzogen - ohne einen Spieler mehr auf dem Eis zu haben. Lukas Stolz stand unter Dauerbeschuss und hielt mit etlichen Paraden den Vorsprung fest. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Löwen aus der Umklammerung lösen konnten und wieder gefährlich vor das Gästetor kamen.

Zwei eher seltene Strafzeiten - heftig reklamiert von den Teams, aber wohl regelkonform - sorgten dann für richtige Dramatik. Beim ERSC musste Simon Bogner wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, weil er den Puck ohne Gegnereinwirkung über die Bande spielte. Die Überzahl nutzte Lukas Fettinger nach einem Abpraller zum 2:2-Ausgleich. Umgehend danach handelten sich die Gäste wegen eines unkorrekten Wechsels eine Unterzahl ein. Diesmal trafen die Löwen, 59 Sekunden vor dem Ende durch Heilman zum 3:2. Königsbrunn nahm nun den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Andreas Hampl eroberte sich die Scheibe und legte uneigennützig auf Felix Köbele, der vier Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2 traf.Tore: 1:0 (13.) Bartels (Köbele, Rybka), 2:0 (14.) Heilman, 2:1 (30.) Bertele (Streicher, Schütz), 2:2 (58.) Fettinger (Streicher, Schütz/5-4), 3:2 (60.) Heilman (Swadzba, Bogner/5-4), 4:2 (60.) Köbele (Hampl, Heilman/5-6) - Strafen: Amberg 18 Minuten, Königsbrunn 28 + je 10 (Merkle, Rentel) - Schiedsrichter: Detterbeck, Weger - Zuschauer: 450

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