22.02.2018 - 17:34 Uhr

ERSC Amberg erwartet geballte Offensive aus Franken Attacke auf schlappe Löwen

Schweinfurt besiegt und auch in Pfaffenhofen gepunktet - der ERSC Amberg wusste am vergangenen Wochenende in der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Bayernliga zu überzeugen. Der Optimismus vor den nächsten Spielen hält sich trotzdem in Grenzen.

Gegen den EC Bad Kissingen geht's immer heiß her auf dem Eis. Der ERSC Amberg erwartet auch am Freitag ein entsprechend enges Spiel. Bild: brü
von Autor PAProfil

Vor der Heimpartie am Freitag, 23. Februar, um 20 Uhr gegen die Bad Kissinger Wölfe liegt das einerseits schon an einem - vor allem im Offensivbereich - herausragenden Gegner, denn die Saale-Franken haben in acht Begegnungen bereits 50 Treffer erzielt.

Mehr noch aber plagt im Amberger Lager die Ungewissheit, welche Besetzung die Wild Lions ins Gefecht schicken können. Wegen mehreren Krankmeldungen musste das Dienstagstraining in der Eishalle am Schanzl abgesagt werden. Laut Obmann Chris Spanger - selbst ein Opfer der Grippewelle - ist die Austragung (Stand Mittwochabend) zwar nicht gefährdet, ganz fit werden allerdings nicht alle Spieler der Löwen an die Herkulesaufgabe herangehen können.

Bad Kissingen spielt bislang eine unglaublich starke Quali-Runde, steht - mit einem Spiel weniger - auf dem zweiten Rang hinter den Königsbrunner Pinguinen und damit auf einem Aufstiegsplatz. Das sind auch die beiden Teams, die den größten personellen Aufwand betrieben haben, um ihren Kader zu verstärken und ins bayerische Oberhaus zu gelangen. Ihren "Platz an der Sonne" der Tabelle haben die Wölfe am vergangenen Wochenende verloren, durch eine schmerzliche 2:6-Niederlage beim ERV Schweinfurt. Das überrascht besonders deswegen, weil Spielertrainer Mikhail Nemirovski nach längerer Verletzungspause wieder mitwirken konnte und die Kissinger mit "Nemo" eigentlich noch stärker eingeschätzt wurden. Scheinbar hatten sie aber kurz zuvor mit dem ungewöhnlichen 10:9-Erfolg über Haßfurt ihr Magazin leergeschossen, denn Chancen hatten sie dem Spielbericht zufolge auch in Schweinfurt in ausreichender Anzahl. "Wir müssen hinten äußerst konzentriert spielen und bei unseren Möglichkeiten versuchen, besonders effizient zu sein - denn eigene Gelegenheiten werden wir bei der offensiven Spielweise von Kissingen sicherlich bekommen", hat Dirk Salinger schon gewisse Vorstellungen vom Spielverlauf am Freitagabend.

Live dabei sein kann der ERSC-Coach allerdings nicht, denn auch er liegt bereits die ganze Woche flach. Vertreten wird er dafür von seinem Co-Trainer, Norbert Gerber. Der kann im Normalfall auch wieder auf den zuletzt gesperrten Verteidiger Christoph Schönberger zugreifen - und gerade die Abwehr der Löwen dürfte schwer gefordert werden.

In der Landesliga-Hauptrunde waren die beiden Aufeinandertreffen mit Bad Kissingen eine enge Kiste, das Quali-Spiel vor knapp vier Wochen dagegen eine ganz klare Sache (9:4) für die Wölfe.

Eigene Gelegenheiten werden wir bei der offensiven Spielweise von Kissingen sicherlich bekommen.Dirk Salinger, Trainer des ERSC Amberg

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