12.10.2017 - 17:54 Uhr
Sport

ERSC Amberg gegen Bad Kissingen und Dingolfing Herkulesaufgabe und schnelles Wiedersehen

Der Auftakterfolg war wie ein Aufputschmittel für das Selbstvertrauen. Nun will der ERSC Amberg am Freitag auch sein zweites Heimspiel in der Eishockey-Landesliga gewinnen. Auf dem Papier eine schwere Aufgabe. Eine enorm schwere. Am Sonntag gibt es dann in Dingolfing ein schnelles Wiedersehen.

Der Erfolg gegen Dingolfing zum Saisonstart macht Mut. Im zweiten Heimspiel an diesem Freitag bekommen es die Löwen (in der Mitte Lukas Salinger, rechts Dan Heilman) aber mit einem noch schwereren Gegner zu tun. Bild: Brückmann
von Autor PAProfil

Grund für die "Herkulesaufgabe" der Amberger im Heimspiel am Freitag, 13. Oktober (20 Uhr), ist der mit starken Einzelspielern nur so gespickte Kader der Saale-Wölfe aus Bad Kissingen. Die hatten in der Vorsaison den sportlichen Aufstieg in die Bayernliga erreicht, der ihnen wegen unzureichender Nachwuchsteams von den Statuten aber verwehrt wurde.

Übersee und halb Europa

Die Mannschaft von Spielertrainer Mikhail Nemirovski muss nun noch stärker einzustufen sein, wobei sich das Wolfsrudel dazu quer durch halb Europa bediente, und auch in Übersee. Litauen, Tschechien, Finnland, Lettland, Russland und Kanada - die Verständigung in der Kabine wird da schon klappen und - viel wichtiger - auch auf dem Eis.

Praktisch ohne Testspiel mussten die Kissinger in Haßfurt einen "Kaltstart" hinlegen, bei dem auch noch mit Grönstrand und Adam zwei Top-Verteidiger fehlten. So setzte es eine knappe 6:7-Niederlage bei den Hawks, denen ein slowakischer Block zum Erfolg verhalf. Wenn der Haßfurter Trainer Martin Reichert dann auch noch "zwei starke Torhüterleistungen" gesehen haben will, spricht das für sehr offene Abwehrreihen oder aber geballte Angriffspower. Bei Kissingen war das sicherlich der 20-jährige Anton Zeivald, der aus der 3. russischen Liga (Altay Barnaul) geholt wurde und gleich fünf Scorerpunkte (drei Tore) verbuchte. Nicht nur er wird dem Amberger Defensivspiel jede Menge Arbeit und vollste Konzentration abverlangen, denn Nemirovski, Nikitin, Nold oder Ledin sind ja auch noch da.

Die Löwen haben aber gegen Dingolfing in allen Mannschaftsteilen eine starke Leistung geboten und dürften in dieser Verfassung auch die hoch eingeschätzten Kissinger vor Probleme stellen können. Kleine Defizite gab es zwar noch bei der Genauigkeit im Passspiel oder mit der Konstanz nach der klaren Führung.

Aber die Tendenz bei den Schwarz-Gelben ist weiterhin mit Pfeilrichtung nach oben zu notieren. Einige Sorgenfalten dürfte Trainer Alex Reichenberger aber dennoch haben, fehlten während der Woche doch einige Spieler wegen grippalen Infekten im Training und auch der Einsatz des angeschlagenen Andreas Hampl ist wahrscheinlich nicht möglich.

Mit massiver Abwehr

Am Sonntag, 15. Oktober, 18 Uhr, gibt es ein schnelles Wiedersehen in Dingolfing mit den Isar Rats. Natürlich sind dort die Gastgeber in der Favoritenrolle, aber man muss die Freitagsspiele und den Spielverlauf abwarten. Wenn der ERSC sich mit massiver Abwehr und schnellen Konterangriffen festsetzen kann, sind durchaus auch Auswärtspunkte mit auf der Rechnung.

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