26.02.2018 - 20:00 Uhr

ERSC Amberg gewinnt beim ESV Buchloe Löwen nehmen Piraten Wind aus den Segeln

Die Amberger Wild Lions punkten in der Bayernliga-Qualifikation nun auch auswärts. Beim ESV Buchloe gab es einen verdienten 3:1-Erfolg, obwohl den Löwen am Ende die Verteidiger ausgingen. Zum Matchwinner avancierte Stürmer Bernhard Keil, der im Schlussdrittel einen Doppelpack schnürte. Amberg überholte in der Tabelle damit die Gastgeber, deren Chancen auf den Klassenerhalt gleich Null sind. Für den ERSC steht nun eine Erfolgsbilanz von zehn Zählern aus den letzten vier Begegnungen und der Sprung auf den fünften Rang.

von Autor PAProfil

Norbert Gerber feierte seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende als Vertreter von Coach Dirk Salinger. Dabei hatte der "Co" schwierige Voraussetzungen, denn neben Center Florian Bartels fielen mit Lukas Salinger, Christoph Schönberger und Thomas Schreier drei Verteidiger aus. Nach dem zweiten Drittel gesellte sich auch Kirill Groz verletzt hinzu, nachdem ein Bandencheck gegen ihn ungeahndet blieb. So feierte Außenstürmer Dominik Schopper sein Debüt als Abwehrspieler und erledigte seinen Job - wie der Rest des Teams - bravourös.

"Emotionsloser Auftritt"

"Ein Leckerbissen war das heute nicht", resümierte Gerber, sah aber auch einen verdienten Erfolg seiner Truppe: "Wir haben den Kampf angenommen und deshalb geht das Resultat in Ordnung". Die Enttäuschung sprach aus Florian Warkus auf Buchloer Seite. Der "zweifelte am Charakter" seiner Spieler und bescheinigte den Piraten "einen emotionslosen Auftritt".

Die ersten Chancen hatte der ERSC durch Keil und Felix Köbele, dann zogen die Gastgeber über die beiden Tschechen Zahora und Marek gleich. Zwingend war dies alles aber noch nicht. Besser machten es die Löwen in der 10. Minute, als Andreas Hampl einen Angriff über David Rybka und Köbele zur Führung abschloss. Buchloe antwortete wütend aber unsortiert - und so hatte Oli Engmann im ERSC-Tor zwar einiges zu tun, musste aber keine Wunderdinge vollbringen.

Im Mittelabschnitt überließ Amberg den Gastgebern mehr Anteile. Buchloe versuchte es aber meist mit der Brechstange - zunächst ohne Erfolg. Erst Torjäger Alex Krafczyk schaffte mit einer Einzelaktion den Ausgleich. Der ESV schlug eine härtere Gangart ein, was auch zur Verletzung von Groz führte. Da war es wichtig, dass der ERSC im letzten Drittel auch körperlich dagegenhielt. Allerdings wurden die Aktionen der Löwen da kritischer von den Unparteiischen beurteilt, was sich mit insgesamt 22 Amberger Strafminuten in diesem Abschnitt auswirkte. Das Penalty-Killing von Engmann und seinen Vorderleuten war aber herausragend, selbst als mit Benjamin Frank nach einer "16-Minuten-Strafe" (2+2+2+10) noch ein Verteidiger ausfiel. Kurz zuvor hatte Keil eine Vorlage von Matti Swadzba zum 2:1 für den ERSC genutzt.

Gerber lobt Defensive

"In der Schlussphase gingen die restlichen Verteidiger fünf, sechs Minuten am Stück nicht vom Eis und haben sich in jeden Schuss geworfen - dafür allen Respekt", lobte Gerber die Defensivarbeit. Das 3:1 der Löwen machte Keil fünf Minuten vor dem Ende quasi im Alleingang und nahm den Piraten auch den letzten Wind aus den Segeln.Tore: 0:1 (10.) Hampl (Rybka, Köbele), 1:1 (34.) Krafczyk (Weigant), 1:2 (48.) Keil (Swadzba, Heilman), 1:3 (54.) Keil - Strafen: Buchloe 14 Minuten, Amberg 22 + 10 (Frank) - Schiedsrichter: Vorgeitz, Guse, Antretter - Zuschauer: 220

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