ERSC Amberg verliert am Freitag 6:7 gegen Kissingen
Angst vor den Wölfen

Sport
Amberg in der Oberpfalz
09.01.2017
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Die Kissinger Wölfe bestätigten ihren Ruf als Angstgegner des ERSC Amberg. Dem reichten am Freitag eine couragierte Leistung und sechs selbst erzielte Treffer nicht zum Punktgewinn. Die Saalestädter hatten das nötige Quäntchen Glück, trafen einmal häufiger und nahmen durch ein 6:7 die drei Zähler mit. Der ERSC steckte niemals auf und hätte noch Sekunden vor dem Ende fast den Ausgleich erzielt. Eine Punkteteilung nach regulärer Spielzeit hätte wohl am ehesten den Leistungen beider Mannschaften entsprochen.

Derweil scheint sich das Verletzungspech bei den Löwen eingenistet zu haben. Neben den Langzeitverletzten fehlten am Freitag der gesperrte Farnbauer und Wrobel (beruflich), dazu mussten auch Gerber, Groz und Schönberger die Partie vorzeitig beenden. Bei sieben Gegentreffern in einem Heimspiel war auch das Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft - beginnend bei den Stürmern - nicht optimal. Lukas Stolz im Amberger Tor, der nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kam, war da öfter als nötig vor vollendete Tatsachen gestellt - und vor frei stehende Gästestürmer.

Die Gäste hatten mit Masel und Nemirovski ihre auffälligsten Akteure, mit dem Letten Nikitin (3 Tore) und dem neu verpflichteten Finnen Heikkilä (2) die entscheidenden Torschützen. Langeweile konnte unter den mehr als 500 Zuschauern niemals aufkommen, denn vom Eröffnungsbully weg sahen sie einen offenen Schlagabtausch mit ständig wechselnden Vorteilen. Als größerer Aufreger erwies sich ein völlig überflüssiges Foul von Gästeverteidiger Grönstrand. Der setzte von hinten mit einem Check gegen den Kopf von Christoph Schönberger an - keine zwei Meter von Schiedsrichter Grech entfernt, der den Finnen ohne zu Zögern vorzeitig zum Duschen schickte.

Zu Beginn des letzten Drittels überschlugen sich die Ereignisse. Wieder legten die Gäste durch Heikkilä vor, Amberg glich nur acht Sekunden (!) später durch Schönberger aus und eine knappe Minute danach war erneut Nikitin zum 5:6 und 5:7 erfolgreich. Aber die Löwen kamen durch Aukofer auf 6:7 heran. In den letzten beiden Minuten nahm Coach Alex Reichenberger seinen Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, aber Rybka setzte die Scheibe knapp neben den Pfosten.
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