12.03.2018 - 17:02 Uhr

ERSC Amberg verliert letztes Saisonspiel Wie im falschen Film

Im letzten Saisonspiel will der ERSC Amberg den Zuschauern noch einmal gute Unterhaltung bieten. Abwechslungsreich ist die Partie in der Qualifikation zur Eishockey-Bayernliga gegen Haßfurt dann auch. Aber anders, als es sich die Löwen vorgestellt hatten.

Viel los vor dem Amberger Gehäuse war am Sonntagabend im letzten Saisonspiel gegen den ESC Haßfurt. Nach knapp einer halben Stunde führten die Unterfranken mit 7:0 - der ERSC verhinderte aber ein Debakel und sorgte wenigstens dafür, dass die Niederlage in erträglicher Höhe blieb. Bild: Brückmann
von Autor PAProfil

Tabellarisch blieb die 6:9-Niederlage des ERSC Amberg am Sonntagabend gegen die Unterfranken jedenfalls für beide Teams ohne jegliche Auswirkung. 15 Treffer gab es zum Abschluss der Bayernliga-Qualifikation, doch bei den ersten sieben waren die Gastgeber nur Statisten.

Haßfurt gnadenlos effektiv

Es war nicht so, dass Haßfurt im Anfangsdrittel den ERSC an die Wand gespielt hätte, denn Amberg hatte sogar ein Chancenplus. Doch während die Löwen selbst die dicksten Gelegenheiten ungenutzt liegen ließen, waren die Gäste hier gnadenlos effektiv. ESC-Stürmer Jakub Sramek eröffnete den Torreigen nach 97 Sekunden. Dem 0:2 kurz danach durch Georg Lang ging ein Scheibenverlust der Amberger in der Vorwärtsbewegung voraus. Das 0:3 durch den überragenden Daniel Hora war dann schon mehr als ein Fingerzeig und sorgte für großes Selbstvertrauen bei den Gästen auf dem Weg in die erste Pause.

Gequältes Lächeln

Im Mittelabschnitt bekam die Partie zunehmend eine gewisse Eigendynamik. Mit jeder vergebenen Chance wuchs die Unsicherheit bei den Gastgebern, während bei Haßfurt quasi jeder Schuss ein Treffer war. Zwischen der 25. und 31. Minute zogen die Hawks auf 7:0 davon, spielten teilweise Katz und Maus mit den Löwen, die sich danach aber kämpferisch keineswegs hängen ließen. Lohn für den Einsatz waren drei Tore in den Schlussminuten des Drittels durch Felix Köbele, Philipp Dürr und Lukas Salinger zum 3:7. Löwen-Coach Dirk Salinger fühlte sich "im falschen Film" und kommentierte den Verlauf bis dahin mit gequältem Lächeln und Kopfschütteln.

Wer auf eine Aufholjagd des ERSC im letzten Drittel gehofft hatte, wurde zunächst einmal durch das 3:8 des Tschechen Jan Trübenckr auf den Boden geholt. Dann aber gelang den Löwen das Kunststück, binnen 16 Sekunden in eigener Unterzahl zwei Treffer zu erzielen. Zunächst traf Andreas Hampl auf Zuspiel von Dan Heilman, danach wechselten sich die beiden als Torschütze und Vorbereiter ab. Mit dem 6:8 durch Köbele schien es dann doch noch einmal spannend zu werden und auch das Publikum war dann sofort wieder dabei. Trübenckr mit seinem zweiten Treffer erwies sich dann aber als Stimmungskiller und das 6:9 sollte bereits zwölf Minuten vor dem Ende schon der Schlusspunkt sein, auch wenn das Torfestival beiderseits durchaus noch hätte erweitert werden können.

Bayernligisten steigen ab

Der ERSC Amberg beendete die Qualifikationsrunde auf dem fünften Rang, der ESC Haßfurt wurde Siebter. Als sportliche Aufsteiger standen am Sonntagabend Königsbrunn, Bad Kissingen und Schweinfurt fest, während die drei Bayernligisten Pfaffenhofen, Buchloe und Moosburg den Weg nach unten in die Landesliga antreten müssen.Tore: 0:1 (2.) Sramek (Hora, Breyer), 0:2 (5.) Lang (Vollert), 0:3 (15.) Hora (Trübenckr/4-5), 0:4 (26.) Babkovic (Hora/4-3), 0:5 (27.) Dietrich (4-4), 0:6 (28.) Babkovic (Hildenbrand), 0:7 (31.) Lang (Sramek), 1:7 (37.) Köbele (5-4), 2:7 (38.) Dürr (Schreier), 3:7 (40.) Salinger (Heilman, Bogner/5-4), 3:8 (43.) Trübenckr (Hora, Breyer/4-5), 4:8 (44.) Hampl (Heilman/4-5), 5:8 (45.) Heilman (Hampl/4-5), 6:8 (47.) Köbele (Heilman/4-4), 6:9 (48.) Trübenckr

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