18.08.2017 - 16:08 Uhr
Sport

FC Amberg beim FC Schweinfurt II "Wir machen zu wenig aus unseren Möglichkeiten"

Die letzten sieben Tage waren für den FC Amberg ein Auf und Ab der Gefühle: Erst wurden bei Don Bosco Bamberg die ersten Punkte der Saison geholt, dann folgte am Dienstag eine bittere und unglückliche 1:2-Heimniederlage in der Fußball-Bayernliga Nord gegen den 1. FC Sand. Viel Zeit zum Aufarbeiten dieser Pleite gibt es nicht, denn am Samstag, 19. August (16 Uhr), geht es zum 1. FC Schweinfurt II.

von Autor MREProfil

Die Regionalliga-Reserve hat nach sieben Spieltagen sieben Zähler auf dem Konto. Nach einem missglückten Start mit zwei Niederlagen, darunter ein krachendes 0:6 bei der DJK Ammerthal, fing man sich und gewann gegen Ansbach und Forchheim. In den letzten drei Partien gelang dem Vorjahresmeister der Landesliga Nordwest gegen Aschaffenburg, Aubstadt und Bamberg zwar kein Tor, aber immerhin holte er während der Woche nach zwei Niederlagen mit einem 0:0 einen Punkt in Bamberg. Ein mittelmäßiger Auftakt also für den Aufsteiger um Trainer Ulli Baumann (55), gerade wenn man bedenkt, dass die "kleinen Schnüdel" eines der jüngsten Teams der Bayernliga stellen - noch jünger als das des FC Amberg.

Das liegt vor allem am aus der eigenen Jugend aufgefüllten Kader. Ein trotzdem annehmbarer Saisonstart ist es aber auch deshalb, weil man mit Christoph Schmidt den besten Torjäger der Aufstiegssaison (21 Treffer) verloren hat - er stürmt jetzt für den Ligakonkurrenten TSV Aubstadt.

So einen Knipser hätte man derzeit wohl auch gern beim FC Amberg. Nach sieben Partien stehen erst fünf Tore auf dem Konto - vier davon kamen von Defensivspielern (Kühnlein, Helleder, Fischer, Tischler), nur eines aus der Offensivabteilung (Schulik). Eines der großen Mankos derzeit, das weiß auch FC-Trainer Lutz Ernemann: "Mit den Offensivkräften sind wir derzeit nicht so glücklich. Aber ich habe das schon im Januar bei meinem Amtsantritt gesagt: Bereits in der Regionalliga haben wir zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht. Konzentration, Cleverness und Abgezocktheit fehlen zu häufig. Und es ist grausam festzustellen, dass sich trotz ständigem Arbeiten daran nichts bessert."

Personelle Verstärkung könnte da natürlich kurzfristig weiterhelfen. Aber da müsse eben auch alles passen: "Es waren und sind immer wieder einige Spieler zum Probetraining da. Aber entweder passt es für uns nicht einhundertprozentig, oder es scheitert an den finanziellen Forderungen."

So muss man derzeit beim FC damit leben, dass man sich wegen "eigener Unzulänglichkeiten" ganz am Tabellenende findet. Schweinfurt wäre ein ganz passender Gegner, um eben diese Unzulänglichkeiten und das zu häufig naive Auftreten abzustellen - nicht nur wegen der Nähe in der Tabelle. Und pessimistisch wird man beim FC Amberg derzeit ja eh nicht: "Schweinfurt hat sich bisher auch nicht besonders hervorgetan. Es wird ein 50:50-Spiel", so Ernemann. Abgesehen vom Langzeitverletzten Ersatztorhüter Johannes Ritter fehlen dem FC der ebenfalls verletzte Nico Herrndobler sowie Ermin Kojic (Urlaub).

FC Amberg: Bleisteiner (1), Plößl; Gömmel (17), Helleder (4), Kühnlein (5), Tischler (15), Dietl (8), Fischer (2), Haller (10), Keilholz (7), Schweiger (31), Schaar (19), Fruth (16), Popp (11), Schulik (9), Stellmach (21).

Es waren und sind immer wieder einige Spieler zum Probetraining da. Aber entweder passt es für uns nicht einhundertprozentig, oder es scheitert an den finanziellen Forderungen.Ambergs Trainer Lutz Ernemann zu möglichen Neuverpflichtungen

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