04.05.2018 - 20:44 Uhr
Oberpfalz

FC Amberg droht in Ansbach die nächste Schlappe "Das Ganze in Grenzen halten"

(hfz) Der FC Amberg bricht am Samstag, 5. Mai (15 Uhr), zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison nach Ansbach auf. Der Auftritt in Mittelfranken ist dann wohl auch für mindestens eine Saison der letzte dort: Denn während die Gastgeber während dieser Saison zu keinem Zeitpunkt schlechter als Rang acht waren, könnte der Abstieg des FC Amberg an diesem 32. Spieltag auch rechnerisch besiegelt werden.

von Autor MREProfil

Acht Punkte Rückstand bei drei verbleibenden Partien hat der FC auf einen Relegationsplatz. Verliert die Elf von Trainer Lutz Ernemann oder gewinnt der Tabellen-17. aus Erlenbach gegen die Würzburger Kickers II, steht der direkte Abstieg auch rechnerisch endgültig fest. Abgefunden hat man sich damit schon seit einigen Wochen beim FC, die Planungen gehen schon längst in Richtung Landesliga. Erste Gespräche laufen bereits, so Ernemann, der in der neuen Saison auf den Unterbau und damit Spieler aus den eigenen Reihen setzen muss. Denn wie viele Akteure des aktuellen Bayernligakaders noch dabei sein werden, ist offen.

Probleme, die man bei der SpVgg Ansbach in dieser Spielzeit nicht kennt. Das Trainerduo Duane-Carl Collins und Marco Schüler hat aus der Fahrstuhl-Mannschaft der Vorjahre (Landesliga - Bayernliga - Landesliga - Bayernliga) einen stabilen Bayernligisten geformt. Mit inzwischen 50 Punkten stehen die Ansbacher auf dem sechsten Tabellenplatz - das kurioserweise durchgängig seit dem 14. Spieltag - und haben seit Monaten keine wirklichen Sorgen mehr. Seit vier Spielen hat man nicht mehr verloren und schickte am vergangenen Wochenende die DJK Ammerthal mit 5:0 wieder zurück in die Oberpfalz. Doppelter Torschütze an diesem Tag war Patrick Kroiß, der sein Trefferkonto damit auf 23 Tore hochschraubte. Damit gehört er zu den Top-3-Torjägern der Bayernliga - neben Cristian Dan (Würzburger FV, 23 Tore) und Björn Schnitzer (Viktoria Aschaffenburg, 30). "Das wird eine schwierige Geschichte gegen Ansbach. Wir wollen das Ganze in Grenzen halten. Man sieht ja, wie sie zuletzt gegen unsere Nachbarn aufgetrumpft haben", sagt Ernemann. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen Weiden seien seine Spieler "extrem angefressen und kaputt" gewesen - angefressen wegen des späten Punktverlusts, kaputt wegen der hohen Belastung bei minimalem Personal. Wirkliche Besserung ist aber nicht in Sicht: Mit Nico Herrndobler (muskuläre Probleme), Robin Wild (Bauchmuskelzerrung), Jan Fischer (Oberschenkelzerrung) und Yannik Haller (Kreuzbandriss) fehlen weiterhin einige Akteure. Aber auch dieses Mal wird Ernemann sicher elf Mann finden. Für die vorerst letzten große Auswärtsfahrt des FC Amberg in der Bayernliga.

Extrem angefressen und kaputt.Ambergs Trainer Lutz Ernemann über den Zustand seiner Spieler nach der Niederlage gegenWeiden
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