20.08.2017 - 20:28 Uhr
Sport

FC Amberg geht wieder leer aus Vier Auswärtstore reichen nicht

Schweinfurt/Amberg. Zum Ende der zweiten englischen Woche in der Fußball-Bayernliga Nord hat der FC Amberg am Samstag ein Wechselbad der Gefühle mit schlechtem Ausgang erlebt. Die junge Truppe des Trainerduos Lutz Ernemann/Bastian Ellmaier unterlag vor lediglich 60 Zuschauern bei der Regionalliga-Reserve des 1. FC Schweinfurt mit 4:5 (1:3). Die Gelb-Schwarzen machten dabei einen 1:4-Rückstand wett, kassierten aber unmittelbar nach dem 4:4-Ausgleich in der 86. Minute den fünften Gegentreffer und gingen leer aus.

Michael Dietl konnte sich über seinen Dreierpack so gar nicht freuen. Der FC Amberg verlor beim 1. FC Schweinfurt II mit 4:5 und bleibt Tabellenletzter. Bild: ref
von Autor LSTProfil

Ohne Schulik

"Wir müssen an die Leistung unseres letzten Auswärtsspiels in Bamberg anknüpfen. Wenn wir es schaffen, unsere Fehlerquellen abzustellen und taktisch diszipliniert spielen, dann werden wir auch mit etwas Zählbarem wieder nach Hause kommen", war sich Lutz Ernemann sicher. Der musste bei den Unterfranken auf den verletzten Johannes Ritter verzichten, Ermin Kojic fehlte wegen seines Urlaubs, ebenso der angeschlagene Sebastian Schulik.

Die spärliche Zuschauerkulisse, die erste Mannschaft der Schweinfurter spielte zeitgleich das Derby bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth, erlebte eine wahre Achterbahnfahrt der beiden Mannschaften, die im bislang torreichsten Spiel in dieser Bayernliga-Saison endete. Erneut bitter für die Amberger, die sich trotz eines fast schon aussichtslosen Rückstandes in die Partie zurück kämpften und ganz dicht vor einem Remis standen. Durch diese Niederlage rangieren sie weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz und verpassten so den Anschluss zu den Mittelfeldplätzen, die nun nach sieben Spieltagen schon sechs Zähler entfernt sind.

Die Teams standen noch nicht mal richtig auf dem Platz, schon klingelte es das erste Mal im Kasten des FC Amberg: Die vom Anpfiff weg und in der ersten Hälfte enorm engagiert zu Werke gehenden Schweinfurter erzielten durch Steffen Schmidt das 1:0 (1.) - der Matchplan der Oberpfälzer wurde somit schon nach nur wenigen Sekunden über den Haufen geworden. Es dauerte einige Zeit, bis sich der FCA fing, und ehe der an diesem Tag stark agierende Michael Dietl das 1:1 markierte (11.).

Dennoch bekamen die Gäste die Begegnung nicht wirklich in den Griff. Im Gegenteil: Schweinfurt entwickelte enorm viel Druck, spielte mutig nach vorne und belohnte sich gegen eine nicht immer sattelfeste Amberger Abwehr noch vor dem Halbzeitpfiff mit zwei weiteren Treffern: Tobias Fleischer erhöhte auf 2:1 (24.), ehe Marcel Ruft per Foulelfmeter zum 3:1 traf (41.). Und es sollte für die Gelb-Schwarzen im zweiten Durchgang noch schlimmer kommen: Markus Thomann schraubte nach 58 Minuten das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe - eigentlich die Vorentscheidung. Doch wenn man etwas den Ambergern nicht absprechen konnte, dann waren es Moral und Kampfgeist. Diese Faktoren wurden begünstigt durch die Tatsache, dass die Schweinfurter im Gefühl des sicheren Sieges nicht nur einen Gang zurückschalteten, sondern sich eklatante Nachlässigkeiten leisteten.

Zu früh gefreut

Die nutzten die Amberger, angeführt von Dietl, durch das 2:4 durch Yannik Haller (63.) sowie durch das 3:4 und 4:4 durch Dietl selbst (73./86.). Alles lief auf eine unter dem Strich gerechte Punkteteilung hinaus, was für den FCA durchaus als Erfolg zu werten gewesen wäre. Allerdings schlugen die Unterfranken postwendend zurück. Der Jubel über Dietls Ausgleich war bei den Ambergern noch nicht verstummt, schon ging Schweinfurt durch Christopher Lehmann (86.) erneut in Front. Die Ernemann-Elf warf in den Schlussminuten alles nach vorne - doch ohne Erfolg.1. FC Schweinfurt II: Sturm (78. Saballus); Bär Topuz, Ruft, Thomann, Lehmann, Albert, Heusinger (64. J. Feidel), Schmidt, Fleischer (55. F. Feidel), Renninger

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