03.09.2017 - 21:12 Uhr
Sport

FC Amberg kassiert erneut bittere Niederlage in Erlangen-Bruck Vergebliche Schlussoffensive

Erneut kein Happy End für die Bayernliga-Fußballer des FC Amberg, für die alles beim Alten bleibt: Die Mannschaft des Trainerduos Lutz Ernemann und Bastian Ellmaier zeigte am Samstag vor 156 Zuschauern beim Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck wie schon in den Wochen zuvor eine gute Leistung, belohnte sich aber erneut nicht. Gegen die effektiven Mittelfranken unterlagen die Gelb-Schwarzen mit 2:3 (0:2) und zieren weiterhin mit nur drei Punkten das Tabellenende.

Michael Dietl. Bild: ref
von Autor LSTProfil

Interner Kriegsrat

"Meine Jungs wollen das Unmögliche bewerkstelligen. Wenn wir dann auch endlich mal das nötige Quäntchen Glück haben, nehmen wir aus Mittelfranken was mit", hatte Ambergs Trainer vor dem Spiel gehofft, zumal sich seine Truppe beim "internen Kriegsrat" während der Woche ganz explizit auf die Partie eingeschworen hatte. Die taktische Vorgabe, die der FCA-Coach vor der Partie zu Recht nicht preisgeben wollte, war vom Anpfiff weg klar erkennbar.

Die Gelb-Schwarzen setzten aus einer verstärkten Defensive heraus auf Konter, wollten den Spielaufbau der Gastgeber erst gar nicht zustande kommen lassen. Und: "Meine Jungs hatten sich vorgenommen, die individuellen Fehler abzustellen", so Ernemann.

Äußerst effektiv

Löbliche Vorsätze, doch hatte der FCA die Rechnung ohne den Wirt, sprich den FSV Erlangen-Bruck, gemacht. Es trafen zwei Teams mit jeweils guten Vorsätzen aufeinander, wobei die Gäste vom Anpfiff weg giftiger und unterm Strich besser auftraten. Der FSV hingegen konnte zwar an die zuletzt gezeigten Leistungen nicht anknüpfen, zeigte sich aber ungemein effektiv. So in der zwölften Minute, als sich Rafael Hinrichs auf der Außenbahn gegen die FCA-Abwehr durchsetzte, nach innen passte, wo der alleingelassene Timur Zenginer nur noch einzuschieben brauchte - mit dem ersten gelungenen Angriff gingen die Mittelfranken in Führung. Und es dauerte gerade einmal sechs Minuten, als Kapitän Oliver Seybold im Amberger Strafraum von den Beinen geholt wurde und Referee Björn Söllner zu Recht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte flach rechts unten den Strafstoß sicher zum 2:0 (18.).

Ein Weckruf, ein Konter

Wer nun gedacht hatte, dass Amberg angesichts des frühen Rückstands auseinanderfallen würde, sah sich aber getäuscht. Im Gefühl des sicheren Sieges überließen die Platzherren nach und nach den Vilsstädtern die Spielkontrolle, wobei die wiederum zu oft ihre Möglichkeiten nicht nutzten. Bis zur 79. Minute, als FSV-Schlussmann Mathias Beck den Ball vertändelte, Michael Dietl sich das Leder schnappte und zum 1:2 ins leere Tor einschob - der Weckruf zur Schlussoffensive der Amberger, die sich in der 82. Minute jedoch einen Konter einfingen, den Petrit Djonbalic zum 3:1 vollendete.

Nie aufgesteckt

Dass die Moral beim FCA intakt ist, bewies die Endphase: Mit einem wunderschönen Distanzschuss verkürzte erneut Dietl auf 2:3 (84.). In den letzten Minuten probierten die Oberpfälzer alles, allerdings schaukelte Erlangen den Heimsieg über die Zeit: "Es war ein glücklicher Sieg. Wir haben immer zur rechten Zeit die Tore erzielt, wenngleich Amberg nie aufgesteckt hat. Die Leistung meiner Mannschaft ist ausbaufähig, dennoch nehmen wir die drei Punkte gerne mit und versuchen, nächstes Mal besser aufzutreten", sagte nach dem Schlusspfiff Brucks Coach Normann Wagner.FSV Erlangen-Bruck: Beck; Sperber, Bauernschmitt, Hinrichs, Zenginer (67. Basener), Seybold, Djonbalic (83. Napolitano), Arapoglu, Uluca (74. Drießlein), Wolf, Özdemir.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.