06.04.2018 - 21:50 Uhr
Oberpfalz

FC Amberg muss zum Würzburger FV - Festung mit "heißer Atmosphäre" Ohne Kevin Kühnlein eine desolate Abwehr

Null Punkte, 2:17 Tore, das ist die Bilanz des FC Amberg aus den letzten drei Partien - hinten offen wie ein Scheunentor. Sicher waren da mit Eltersdorf (1:8) und Aubstadt (0:5) zwei Teams aus dem Favoritenkreis dabei, nur ändert das eben auch nichts an der aktuellen Situation der Schwarz-Gelben, die weiterhin auf dem letzten Platz der Bayernliga Nord stehen. Und die Chancen, Boden auf die Relegationsplätze gut zu machen, stehen auch am Samstag, 7. April, nicht gut, wenn es um 15 Uhr zum Würzburger FV geht.

Jan Fischer (Bild) ist mit vier Treffern zweitbester Torschütze des FC Amberg hinter Sebastian Schulik, der bisher neun erzielte. Bild: ref
von Autor MREProfil

Die Unterfranken liegen aktuell auf Rang drei der Tabelle, haben allerdings schon acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Aschaffenburg und fünf (XXX)auf den Zweitplatzierten Eltersdorf (der allerdings zwei Spiele mehr absolviert hat). Dabei könnte man näher dran sein, aber so richtig erfolgreich war der WFV im Jahr 2018 auch noch nicht, in dem es aus drei Partien nur drei Unentschieden gab - die allerdings gegen Eltersdorf, Großbardorf, aber zuletzt auch beim abstiegsbedrohten FC Sand. Gerade diese verlorenen Punkte mussten sich schon anfühlen wie eine Niederlage, weil zeitgleich Aschaffenburg seinen Vorsprung vergrößern konnte.

Platz zwei könnte am Ende aber vielleicht doch noch drin sein, wobei Würzburgs Trainer Marc Reitmaier nicht auf eine mögliche Endplatzierung eingehen will. Er beschäftige sich "nur mit dem nächsten Spiel" - der Heimpartie gegen den FC Amberg. Der 34-Jährige bremst dabei rigoros: "Ich glaube, dass die letzten Niederlagen des FC Amberg schon zu hoch ausgefallen sind. Außerdem habe ich solche Duelle, wo ein Team auf dem Papier her klarer Favorit ist, schon selbst oft erlebt - das kommt oft anders als gedacht."

Ein nicht wegzudiskutierender Vorteil ist allerdings die Heimstärke, auf die Würzburg gegen den FC bauen kann. Aus den bisherigen 13 Partien auf eigenem Terrain holte man 33 Punkte und ging dabei noch nicht einmal als Verlierer vom Platz. Dass sich das gegen den FC Amberg ändern könnte, scheint nicht sehr wahrscheinlich, zumal Reitmaier sein Team, das mit 56 Toren hinter Aschaffenburg die zweitstärkste Offensive der Liga stellt, so einstellen will, dass sich an dieser Serie nichts ändert: "Es ist ein enger Platz mit heißer Atmosphäre. Wir wollten aus unserem Stadion eine Festung machen, das haben wir geschafft und das soll auch so bleiben."

Es gab schon leichtere Auswärtspartien für den FC Amberg, für den derzeit aber selbst kleine Hürden zu groß scheinen. Die Defensive wackelt, wie die 17 Gegentore aus den letzten drei Partien zeigen. "Wir haben mit Kevin Kühnlein die zentrale Figur in der Innenverteidigung verloren. Vieles funktioniert da halt einfach nicht", so Lutz Ernemann, der aber auch klarmacht: "Ich wünsche mir mehr Kampf meiner Spieler und nicht so viel Passivität wie zuletzt."

Eigentlich kann es für den FC gegen den WFV (Ernemann: "Die spielstärkste Mannschaft, die ich bisher gesehen habe") nur darum gehen, verletzungsfrei und einigermaßen unbeschadet aus Würzburg zurückzukehren. Denn in den fünf Spielen danach wird sich eher entscheiden, ob die Lichter ausgehen, wenn es gegen direkte Konkurrenten wie Bamberg, Erlenbach, Schweinfurt oder Weiden geht.

FC Amberg: Bleisteiner (22), Plößl (25), Helleder (4), Tischler (15), Gömmel (17), Spieß (5), Stadler (8), Fischer (2), Keilholz (7), Florek (6), Wild (19), Fruth (16), Haller (10), Popp (11), Herrndobler (13), Schulik (9)

Fußball

Bayernliga Nord

SpVgg SV Weiden - 1. FC Schweinfurt II 2:2 (1:2) Tore: 0:1 (5.) Tobias Fleischer, 0:2 (26.) Max Hillenbrand, 1:2 (37.) Josef Rodler, 2:2 (49.) Florian Rupprecht- SR: Michael Freund (Perlesreut) - Zuschauer: 288

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