29.03.2018 - 23:02 Uhr

FC Amberg unterliegt am Donnerstag FSV-Erlangen-Bruck: Ein Gegner mit Köpfchen

Eine der beiden Oster-Partien geht schon mal daneben für den FC Amberg: Mit 1:4 (0:2) zieht der Tabellenletzte der Bayernliga Nord am Donnerstagabend gegen den FSV Erlangen-Bruck den Kürzeren. Da sind die Aussichten für das Spiel am Montag nicht gerade rosig.

Im ersten Heimspiel nach der Winterpause bot der FC Amberg gegen den FSV Erlangen-Bruck viel Einsatz. Hier stoppt Daniel Gömmel (am Boden) Moritz Fischer. Dennoch gab's wieder eine Schlappe. Bild: brü
von Autor MIRProfil

Die Punkte waren am Ende so sicher nicht ungerecht verteilt, wenn auch das Ergebnis letztlich zu hoch ausfiel. "Ich glaube schon, dass wir spielerisch etwas mehr gezeigt haben als unser Gegner. Aber Bruck war in den entscheidenden Situation vor dem Tor einfach ausgebuffter. Die Jungs haben sich zwar nicht aufgegeben, aber ich habe ein bisschen die Körperlichkeit und den letzten Willen vermisst", bilanzierte Ambergs Trainer Lutz Ernemann nach der Partie.

Für sein Team begann die Partie mit einem Schock. Nach fünf Minuten bekam Tom Jäckel nach einer Freistoßflanke zu viel Platz und köpfte zur Gästeführung ein. Nur zwei Minuten später hätte Nico Herrndobler das egalisieren können, verzog aber völlig frei und allein vor FSV-Keeper Mathias Beck. In der Folge entwickelte sich eine offene, wenn auch spielerisch schwache Partie, in der Amberg erneut durch Nico Herrndobler aus der Distanz eine weitere gute Möglichkeit hatte (20.). Dennoch wirkte das Amberger Spiel sowohl im Aufbau als auch bei Standards über weite Strecken des ersten Abschnitts unkoordiniert und planlos.

Das galt auch für die Defensive beim 0:2: Erneut war es eine Flanke aus dem Halbfeld, bei der Tom Jäckel trotz zweier Gegenspieler zum Kopfball kam und aus kurzer Distanz einnickte (32.). Bei den Gastgebern war zwar Kampfbereitschaft erkennbar, aber es mangelte eben an den spielerischen Mitteln und Ideen, so dass es mit diesem 0:2-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Doch die Ernemann-Elf kam mit viel Elan aus der Kabine, konnte aber weiterhin keine zwingenden Chancen kreieren. Die Brucker schafften das zwar auch nicht so recht, aber wieder war es das Team von Trainer Normann Wagner, das jubeln konnte: Nach einer Flanke von Bastian Lunz war Moritz Fischer in der Mitte per Kopf zu Stelle und markierte das 0:3 (60.) - Kopfballgegentor Nummer drei des Tages für den FC. Eine Statistik, die Ernemann mehr als ärgerte: "Das kann nicht sein, es stehen jeweils zwei Verteidiger daneben. Da hat der letzte Wille gefehlt."

Als alle Zeichen schon auf eine weitere klare Niederlage standen, bekam der FC Amberg einen Foulelfmeter zugesprochen, den Sebastian Schulik souverän und mit viel Wut im Bauch ins linke untere Eck zum Anschluss prügelte (67.). Plötzlich war wieder Feuer im Spiel und der FC fand neuen Mut. Nach einem weiten Ball von Robin Wild auf Sebastian Schulik fehlten bei seinem Versuch aus der Distanz nur einige Zentimeter (69.). Nur ein paar Minuten später war es erneut Schulik, der erst an Gästetorwart Mathias Beck scheiterte und aus dem Durcheinander heraus den Ball Sekunden später am Pfosten vorbeisetzte (75.). Ein kleines Wunder schien noch möglich, Amberg öffnete die Defensive und das wurde dann fünf Minuten vor dem Abpfiff mit dem 1:4 durch Oliver Seybold quittiert - für ihn, der sonst einigermaßen abgemeldet war, der 20. Saisontreffer. Am Ende war es eine nicht unverdiente Niederlage, die mit etwas Glück hätte verhindert werden können.

Positiv bleibt auch zu erwähnen, dass sich der FC nicht aufgab - es mangelt aber wohl einfach an der Qualität in einigen Bereichen. Ein Faktor, der auch im Hinblick auf das Spiel am Ostermontag gegen Aubstadt im Nachholspiel des 21. Spieltags nicht unerheblich sein könnte. Für den TSV ist ein Sieg in Amberg eigentlich Pflicht, um weiter Anschluss an die Relegationsplätze halten zu können. Der FC hingegen hat in diesem Spiel nichts zu verlieren. Jeder Punkt, den man hier holen würde, wäre ein Extrazähler im Kampf um die Relegationsplätze. Nur ob die Qualität in bestimmten Bereichen gegen ein Spitzenteam reicht, muss zumindest angezweifelt werden.FC Amberg: Bleisteiner - Haller, Helleder, Fischer, Gömmel - Fruth (46. Wild), Spieß, Keilholz, Tischler - Schulik, Herrndobler

 

 

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