08.04.2018 - 15:46 Uhr
Oberpfalz

FC Amberg verliert beim Würzburger FV mit 0:6 - Rot für Gömmel - Bleisteiner verletzt Ein Tag zum Vergessen

Würzburg/Amberg. Es dauerte ein bisschen, ehe FC-Trainer Lutz Ernemann seine Spieler nach dem Abpfiff um sich geschart hatte. Mit hängenden Köpfen saßen sie auf dem Rasen der Würzburger Sepp-Endres-Sportanlage und hatten doch sichtlich an der deutlichen 0:6-Niederlage in der Fußball-Bayernliga Nord gegen den Würzburger FV zu knabbern. Natürlich waren sie nicht mit hohen Erwartungen angereist, aber doch in dem Wissen, dass Spiele gegen sie keine Selbstläufer sind.

Ambergs Torhüter Maximilian Bleisteiner (rechts) musste mit einer Rippenverletzung zur Pause raus. Ob er im Nachholspiel am Dienstag, 10. April, gegen Don Bosco Bamberg wieder zwischen den Pfosten stehen kann, ist noch unklar. Bild: Ziegler
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In eigener Hälfte gefangen

So hatte WFV-Coach Marc Reitmaier auch vor dem Spiel gegen das Schlusslicht gewarnt, dass man nie wisse, welche Wendung so eine Partie nehmen könne - um dann allerdings am Samstag zufrieden dabei zusehen zu können, wie sein hochfavorisierter WFV kein einziges Mal wirklich in Bedrängnis kam. Über 90 Minuten - 35 davon in Überzahl - hielt Reitmaiers Mannschaft die Gäste in deren Hälfte gefangen, während sie selbst einen Ball nach dem anderen aufs Tor brachte. Sechs landeten im Kasten und so wurde der erste Sieg nach einem eher holprigen Start ins Jahr 2018 zu einem für die Seele. Die Blauen rannten von Beginn an gegen die im 4-4-2-System agierenden Amberger an und bauten so Druck auf. Bereits in der 9. Minute köpfte Cristian Alexandru Dan einen Eckball von Adrian Istrefi in den Kasten. Ein wichtiges Tor. "Es war entscheidend, dass wir zeitig in Führung gegangen sind. Das 1:0 war der Türöffner gegen einen sehr defensiv stehenden Gegner", sagte Reitmaier, der in der 28. Minute eine fast identische Istrefi-Dan-Einlage zu sehen bekam. Nach einer scharf getretenen Ecke musste der Stürmer nur noch den Fuß hinhalten - 2:0. Einem Tor am nächsten waren die Oberpfälzer, als Würzburgs Andreas Ganzinger einen verunglückten Rückpass schlug, ansonsten kam von dem mit nur drei Ersatzspielern angereisten Häufchen nicht viel. Das sollte sich auch in der zweiten Hälfte nicht ändern. In der waren kaum zehn Minuten gespielt, da holte Ambergs Daniel Gömmel den davoneilenden Fries kurz vor dem Strafraum von den Füßen und sah dafür die Rote Karte.

Wenig späte stoppte Pascal Tischler im Sechzehner Hofmann unsanft. Ambergs Ersatztorhüter Moritz Plößl - er kam in der Pause für den an den Rippen verletzten Max Bleisteiner - war bei dem souverän verwandelten Elfmeter von Dan machtlos, der damit seinen Dreierpack komplett machte (68.).

"Definitiv nichts zu holen"

In diesem Moment ging auch beim letzten Amberger der Kopf nach unten. "Für uns war heute hier definitiv nichts zu holen", resümierte Ernemann, der als Devise ausgegeben hatte, "das Spiel so gut wie möglich über die Runden zu bringen." Inwiefern das aus Sicht der Gäste gelungen ist, bleibt fraglich. Schmerzlich ist auf jeden Fall der Ausfall von Gömmel durch die Rotsperre. "Uns wird ein eminent wichtiger Spieler fehlen", sagte Ernemann, der die Berechtigung der Strafe in dieser Härte anzweifelte.

Da war es den Ambergern wohl auch fast schon egal, dass noch Ben Müller (70.), Dennie Michel (78.) und Sebastian Fries (85.) das Ergebnis in die Höhe schraubten.Würzburger FV: Koob - Ganzinger, Bauer, Müller, Schömig - Droszcz (68. Drösler), Istrefi - Hofmann (72. Michel), Fries, Röckert - Dan (78. Obrusnik)

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