10.09.2017 - 15:04 Uhr
Sport

Fußball-Bayernliga: Fünfte Niederlage in Folge für FC Amberg "Mehr geht halt nicht"

Es soll momentan einfach nicht sein beim FC Amberg. In der Bayernliga-Heimpartie gegen den Würzburger FV gibt es die fünfte Niederlage in Folge, insgesamt die zehnte im elften Saisonspiel. Trainer Lutz Ernemann nimmt seine Spieler aber in Schutz.

Beim Foulelfmeter des Würzburgers Adrian Istrefi in der 56. Minute war Maximilian Bleisteiner (Bild) chancenlos, der Torhüter des FC Amberg bewahrte sein Team aber mit einigen Glanzparaden vor einer noch höheren Niederlage. Bild: Ziegler
von Autor MIRProfil

"Die Jungs geben alles", sagte Ernemann nach der 0:2-Niederlage am Samstag, "aber mehr geht halt derzeit nicht. Wir kommen auf dem Zahnfleisch daher und müssen jetzt das ausbaden, was an anderen Stellen nicht richtig gemacht wurde". Beim FC Amberg kehrten Raffael Stellmach und Sebastian Schulik für die verletzten Michael Dietl und Martin Popp in die Startelf zurück, ansonsten begann die gleiche Mannschaft, die vor einer Woche in Erlangen-Bruck verlor.

Kurz vor der Linie

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase wandelten die Gäste ihre leichte Überlegenheit in der 15. Minute in die Führung um. Nach einem Pass durch die Schnittstelle der Amberger Abwehr lief Sebastian Fries Kevin Kühnlein davon und passte in die Mitte, wo Adrian Istrefi nur noch den Fuß hinhalten musste - 0:1. Die Unterfranken bekamen durch diesen Treffer mehr Schwung und hätten kurz darauf fast die Führung ausgebaut: Stefan Wasser stand nicht im Abseits, überwand mit seinem Schuss zwar FC-Torhüter Max Bleisteiner, aber Daniel Gömmel klärte kurz vor der Linie (21.). In der Folge fehlten den Würzburgern etwas die Ideen, bis zur nächsten WFV-Chance dauerte es bis kurz vor der Pause. Aber auch da reagierte der bestens aufgelegte Bleisteiner bei einem Versuch von Dennie Michel aus kurzer Distanz stark (42.). Würzburg war das aktivere Team, Amberg kam in der ersten Hälfte nur einmal wirklich gefährlich vors Tor. Das war nach einer Ecke und einem Kopfball von Kevin Kühnlein (29.). Die Gastgeber kehrten etwas verbessert aus der Kabine zurück, hektisch wurde es aber wieder nur vor dem Tor der Amberger.

Rot und Elfmeter

Nach einer Flanke brachte Dennie Michel den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unter, sondern lag stattdessen plötzlich selbst im Netz - und Schiedsrichter Ben-Erik Salb entschied auf Strafstoß. Er hatte ein Foul von Daniel Gömmel gesehen und zückte zusätzlich die Rote Karte für den Amberger Linksverteidiger - eine "harte, aber vertretbare Entscheidung" so Lutz Ernemann, bezogen auf den Elfmeter. Für die Rote Karte hatte der Amberger Trainer hingegen kein Verständnis. Adrian Istrefi ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte den Elfmeter zum 0:2 (56.). Amberg also mit zwei Toren in Rückstand und einem Mann weniger - die Partie war durch.

Der FC agierte aber mit dem Mut der Verzweiflung und zwei unbelasteten Youngstern, die ihr Bayernligadebüt gaben: Sven Florek und Jawara Banding aus der zweiten Mannschaft ersetzten das einmal mehr unglücklich wirkende Angriffsduo Schulik/Stellmach. Und Florek wäre fast erfolgreich gewesen, als eine Flanke von ihm immer länger wurde - da musste WFV-Torhüter Andre Koob das zweite Mal in dieser Partie wirklich eingreifen. Durch den plötzlichen Amberger Offensivdrang boten sich dem WFV viele Räume. Und die wurden noch größer, als Kapitän Kevin Kühnlein in der 78. Minute verletzt vom Feld musste - Amberg in der Schlussphase also nur noch zu neunt, da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war.

Glanztat von Bleisteiner

Würzburg hatte aber schon zuvor zu einer Vielzahl an Chancen, brachte aber keinen Ball im Amberger Netz unter - die beste hatte Patrick Hofmann, doch Max Bleisteiner verhinderte hier das 0:3 mit einer weiteren Glanztat (87.). An der fünften Niederlage in Folge änderte das aber nichts mehr. Die Tabellensituation bleibt weiterhin mehr als prekär und auch in Sachen Personal ist Entspannung nicht in Sicht - es könnte ein turbulenter Herbst am Schanzl werden.FC Amberg: Bleisteiner - Helleder, Tischler, Kühnlein, Gömmel - Haller (46. Fruth), Fischer, Keilholz, Kojic - Schulik (64. Jawara), Stellmach (61. Florek)

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