05.03.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Fußball FC macht es spannend

Der FC Amberg feiert bei der Heimpremiere des neuen Trainers Lutz Ernemann einen Last-Minute-Sieg gegen den Tabellennachbarn DJK Don Bosco Bamberg. Mit dem Tor von Kevin Kühnlein in der Nachspielzeit dreht der FC die Partie nach einem 0:1-Rückstand.

Kevin Kühnlein wartete bis zur Nachspielzeit, dann schlug er zu und bescherte dem FC Amberg den 2:1-Sieg. Bild: Ziegler
von Autor MIRProfil

"In der zweiten Halbzeit war es auch ein Sieg des Willens. Man hat gesehen, dass die Mannschaft will, aber auch den Druck, den sie sich selbst macht. Ich hoffe jetzt, dass uns dieser Sieg wieder eine Portion Selbstsicherheit gibt", so Ernemann freudig nach der Partie.

Er vertraute bei seinem Heimdebüt fast der gleichen Startelf, die beim Nachholspiel in Erlenbach ein Unentschieden geholt hatte. Lediglich Sven Seitz rückte für Martin Popp in die Startelf. Die Gäste, für die es das erste Spiel des Jahres 2017 war, störten die Amberger früh im Aufbau und hatten mehr von der Anfangsphase. DJK-Kapitän Markus Fischer zwang FC-Schlussmann Matthias Götz bereits in der ersten Viertelstunde zu zwei Paraden. In der 15. Minute war Götz dann machtlos, als die FC-Defensive es den Oberfranken bei einem Angriff über die rechte Seite zu einfach machte, Daniel Schäffler sich im Rücken von Verteidiger Daniel Geissler davonschlich und frei zum 0:1 einköpfte.

Die Gastgeber brauchten eine etwas, um sich von dem Gegentor zu erholen. Die erste herausgespielte Chance hatte Sven Seitz auf Zuspiel von Christian Knorr - sein Schuss von der Strafraumgrenze war letztlich aber zu ungefährlich (28.). Der FC suchte auf dem holprigem Untergrund nach Lösungen, tat sich dabei aber schwer. Dazu kam, dass die Bamberger defensiv gut standen, aber auch viele Pässe zu ungenau gespielt waren. Und so dauerte es mit Amberger Chancen bis zur Schlussphase des ersten Abschnitts: Michael Dietl verzog bei einem Versuch aus gut 20 Metern (43.), Christian Knorr scheiterte aus spitzem Winkel an Gästeschlussmann Christoph Trunk (44.) - damit ging es mit der Gästeführung in die Halbzeitpause.

Eiskalt eingeschoben

Lutz Ernemann reagierte und brachte zu Wiederbeginn Yannik Haller für Brian Gallo in die Partie. Das hätte sich fast sofort ausgezahlt, als der Youngster eine Flanke in die Mitte brachte, die Christian Knorr knapp verpasste (46.). Nur kurz darauf machte es Ambergs Nummer 7 aber besser, als er von Jan Fischer mustergültig bedient wurde, allein auf DJK-Schlussmann Christoph Trunk zulief und eiskalt zum Ausgleich einschob (47.).

Danach wurde es etwas ruhiger. Erst nach einer knappen Stunde kamen auch die Gäste wieder in die Nähe des Amberger Tors. Matthias Götz reagierte da gut bei einem Freistoß von Markus Fischer (62.). In der 68. Minute hätte es Elfmeter für den FC Amberg geben müssen. Sven Seitz, im Sturmzentrum häufig allein gelassen, entwischte seinem Gegenspieler und wurde kurz vor seinem Abschluss im Sechzehner gefoult. Doch Schiedsrichter Andreas Heidt ließ weiterspielen. Kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde hätten die weiteren Einwechslungen von Lutz Ernemann fast für die Amberger Führung gesorgt, Andreas Graml bediente Michael Busch, der seinen Versuch aus bester Position aber über das Tor setzte (74.). Die Gastgeber drückten jetzt weiter, Bamberg kam nur noch vereinzelt zu Entlastungsangriffen. Die Präzision fehlte in der Schlussphase aber bei beiden Mannschaften. Bis in der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß von Marco Wiedmann kam Kevin Kühnlein zum Kopfball, der von DJK-Keeper Christoph Trunk erst noch abgewehrt wurde. Im zweiten Versuch brachte Ambergs Kapitän den Ball aber im Netz unter (90.+1) und sorgte so für den ersten Sieg des FC Amberg seit Oktober. Der war sicher nicht unverdient, wenn auch am Ende etwas glücklich. Doch der Erfolg zeigte auch eine möglicherweise neue Eigenschaft der Mannschaft: Sie glaubt an sich - bis zum Schlusspfiff.

Ich hoffe jetzt, dass uns dieser Sieg wieder eine Portion Selbstsicherheit gibt.Lutz Ernemann, Trainer FC Amberg
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