26.02.2017 - 15:42 Uhr
Sport

"Ich hab's kaum fassen können, die Zeit war schon der Hammer": Katrin Fehm deutsche Meisterin, Corinna Schwab holt Silber

Gold, Silber und Bronze bei der deutschen Hallenmeisterschaft in Sindelfingen: Katrin Fehm glänzt mit Rekord über die 200 Meter und sprintet über die 60 m auf Platz drei, Corinna Schwab erläuft Rang zwei über die 400 m.

Sie konnte es im Ziel kaum fassen: Katrin Fehm vom ESV Amberg lief die 200 Meter in Rekordzeit und holte sich in 23,73 Sekunden den deutschen Meistertitel bei der U20. Bild: Kiefner
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Sindelfingen/Amberg. "Amberg hat schon das Beste herausgeholt", freute sich TV-Leichtathletik-Trainer Lutz Glaser über die Erfolge der zwei Mädchen von ESV und TV im Glaspalast in Sindelfingen. Sie starten zwar für zwei Vereine aus Amberg, sind aber keine Konkurrentinnen, sondern Freundinnen. Katrin Fehm vom ESV und Corinna Schwab vom TV zeigten sich von ihrer besten Seite.

"Ich hab's kaum fassen können, die Zeit war schon der Hammer", schwärmte Katrin Fehm von ihrem Triumph über 200 Meter. In 23,73 Sekunden stellte sie einen neuen deutschen Rekord bei der U20 auf. Dass sie als Erste im Finale durchs Ziel laufen würde, hatte sie durchaus für möglich gehalten: "Ich war in den Vorläufen bewusst etwas langsamer, aber man darf die Konkurrenz nicht unterschätzen. Aber meine Rechnung ist aufgegangen", erklärt sie ihre Taktik.

Ihre ganze Familie war mit dabei, hat sie angefeuert. Mit Erfolg. "Ich höre beim Laufen jedes Wort. Das spornt mich schon an, vor allem im Endspurt." Feiern wollte Katrin Fehm dann am Abend, wenn sie wieder zu Hause in Hahnbach ist, denn neben Gold über die 200 Meter lief sie am Samstag auch zu Bronze über die 60 Meter. Zwei Medaillen bei einer deutschen Meisterschaft, "da mach' ich schon einen Prosecco auf."

Dem Thema "Prosecco" ist auch Corinna Schwab nicht abgeneigt: "Mal schauen, was noch geht", sagt sie nach ihrer Silbermedaille über die 400 Meter. Denn die erste Enttäuschung über den zweiten Platz (Schwab: "Ich wollte eigentlich gewinnen") wich bald der Freude: "Das war erst mein zweites Rennen in der Halle nach meiner Verletzung, da ist Silber schon sehr gut." Die Leichtathletin aus Hiltersdorf (Gemeinde Freundenberg) musste zum einen Ende 2016 wegen einer Reizung im Ischiasnerv pausieren und zum anderen ist sie 1999 geboren und gehört dadurch zum jüngeren Jahrgang der U20.

Die 200-Meter-Siegerin Lea Ahrens ist ein Jahr älter und lief als einzige heuer diese Distanz unter 55 Sekunden. Im Endspurt lieferte sich Schwab mit ihr ein äußerst enges Rennen, warf sich über die Ziellinie - aber Ahrens war um neun Hunderstel Sekunden schneller. "So knapp verliert man nicht gerne", kommentierte ihr Trainer Lutz Glaser das Ergebnis. "Aber wir können nach der langen Verletzung von Corinna sehr zufrieden sein."

Lea Ahrens passierte die Linie in 54,83 Sekunden, Corinna Schwab in top 54,92 - 2016 hatte die TV-Amberg-Athletin mit 54,95 erst den bayerischen Rekord über 400 Meter eingestellt.Deutsche Hallenmeisterschaft

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.