24.02.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Katrin Fehm und Corinna Schwab starten bei Jugendhallenmeisterschaften Premiere für ein Duo

Dass zwei schnelle Mädels aus Amberg in Deutschland vorne mitsprinten, gab es noch nie. Bei den deutschen Jugendhallenmeisterschaften stellen sich die Läuferinnen Katrin Fehm und Corinna Schwab großer Konkurrenz.

Katrin Fehm (links) und Corinna Schwab starten bei den deutschen Jugendhallenmeisterschaften. Die Mädels haben gute Chancen auf Medaillen. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Eine von beiden, Kurzsprinterin Katrin Fehm, stellt sich bei den deutschen Jugendhallenmeisterschaften im Glaspalast von Sindelfingen am Wochenende den Sprintstrecken über 60 Meter und 200 Meter. Sie startet seit diesem Jahr beim ESV Amberg. Über 60 Meter ist die Leistungsdichte auf hohem Niveau in Deutschland, deshalb ist Fehms Ziel, das Finale zu erreichen.

Mindestens acht Athletinnen haben Chancen auf Medaillen, und Katrin Fehm will als derzeit Jahresschnellste über ihre Lieblingsstrecke 200 Meter (23,87 Sekunden) um den Sieg mitkämpfen. Zweitplatzierte ist laut Meldeliste die Deutsche U18-Meisterin über 200 Meter, Sophia Junk (24,19 Sekunden) von der LG Rhein/Wied. Für die beiden Erstplatzierten jeder Disziplin winkt der Einsatz in der Nationalmannschaft beim U20-Länderkampf gegen Frankreich und Italien, der am 4. März in Halle/Saale ausgetragen wird. Zusätzlich qualifizieren sich die ersten Vier für die Staffel über 200 und 400 Meter. Für den 60-Meter-Lauf sind 87 Teilnehmerinnen und für den 200-Meter-Lauf 57 Teilnehmerinnen gemeldet.

Die 18-jährige Corinna Schwab vom TV 1861 Amberg startet über 400 Meter. Schwab war im vergangenen Jahr süddeutsche Meisterin im 200-Meter-Lauf und U20-Vizemeisterin im 400-Meter-Lauf. Nachdem sie wegen einer Verletzung vorzeitig die Sommersaison abbrechen musste, meldete sich Schwab bereits bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften im Januar in München über 400 Meter mit einer Zeit von 55,27 Sekunden als Bayerische Meisterin eindrucksvoll zurück.

Nun geht sie mit der zweitbesten Melde-Zeit von 54,87 Sekunden an den Start. Vor ihr in der Meldeliste steht Lea Ahrens vom LAV 07 Bad Harzburg. Es starten 30 Sportlerinnen über 400 Meter.

Pizza, Nudeln und eine laute Schwester

Amberg. (tsa) Wettkampfergebnisse, Vorbereitung, Training: alles bekannt. Doch was die Läuferinnen Katrin Fehm und Corinna Schwab in ihrer freien Zeit machen, ob sie abergläubisch sind und was Pizza damit zu tun hat, erzählen sie im Interview mit der Sportredaktion.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade laufen?

Katrin Fehm: Nebenbei reite ich zwei bis drei Mal in der Woche das Pferd einer Freundin. Für mehr reicht die Zeit nicht.

Corinna Schwab: Da bleibt nicht viel Freizeit neben der Schule und dem Sport, ich bin ziemlich eingebunden. Wenns mal passt, unternehme ich gerne was mit Freunden. Ganz normal eben.

Haben Sie einen Glücksbringer?

Fehm: Nein. Aber ich esse am Abend vor jedem Wettkampf eine Pizza. Da kann man nicht viel falsch machen und ich habe keine Lust, mir vor dem Rennen was einzufangen. Fleisch wäre problematischer, da ist öfter was nicht in Ordnung.

Schwab: Nein, eigentlich nicht. Aber ich habe gewisse Gewohnheiten vor den Wettkämpfen. Ich wärme mich immer genau gleich auf und trinke natürlich viel. Am Tag vorher gibt's immer Nudeln für den Kohlenhydratspeicher.

Auf was können Sie grundsätzlich nicht verzichten?

Fehm: Auf meine Trainerin. Sie muss immer dabei sein, auf sie kann ich nicht verzichten.

Schwab: Wenn ich zu einem Wettkampf fahre, dann auf meine Spikes.

Reisen Sie mit Fanclub zu wichtigen Rennen?

Fehm: Meine Familie reist immer mit, sie sind quasi mein Fanclub. Meine Schwester schreit richtig laut quer durch die Halle, um mich anzufeuern.

Schwab: Meine Eltern und die Trainer und Betreuer kommen natürlich mit. Aber Anfeuerungsplakate hält noch niemand in die Luft.

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