04.02.2018 - 20:46 Uhr

Kegeln Nervenkrimi in Kipfenberg

Kipfenberg/Amberg. Das war ein Spiel, welches beiden Mannschaften in Erinnerung bleiben wird: Nach einem Kraftakt freuten sich die Amberger FEB-Kegler über ein hart erkämpftes 4:4. in KipfenbergIn der Holzzahl waren die Vilsstädter mit 3648:3702 unterlegen. Doch in den einzelnen Duellen sicherten sie sich dank cleverer Taktik vier Punkte.

Michael Wehner blieb cool und sicherte dem FEB Amberg ein Remis in Kipfenberg. Bild: Ziegler
von Andreas SchwaigerProfil

Dabei sah es lange nicht gut aus für die Oberpfälzer. Im Startpaar sollte Bernd Klein gegen den stark eingeschätzten Dietmar Brosi den ersten Stich setzen und auf der anderen Seite Andreas Schwaiger gegen Alexander Stephan für Druck sorgen. Klein war es, der das erste Feuerwerk des Tages abbrannte, doch Brosi wusste sich zu wehren und eine Partie auf absolut höchstem Niveau entstand. Erst mit dem letzten Wurf konnte Klein den Punkt mit 2:2 bei 648:634-Holz nach Amber bringen. Auf der anderen Seite allerdings deutete sich ein Desaster an. Schwaiger begann mit 284 Kegeln gegen Stephan etwas zögerlich und dieser bot in der ersten Hälfte Kegelsport vom anderen Stern (362). Schwaiger stemmte sich nochmal dagegen und gab keine weiteren Kegel ab. Mit 1:3 und 598:677 musste er sich dennoch dem Tagesbesten deutlich geschlagen geben.

Nach dem hochklassigen Start wollten Matthias Hüttner und Florian Möhrlein gegen Christopher Kratz und Fabian Lange den Abstand verkürzen. Doch Matthias Hüttner konnte dem explosiven Spiel von Kratz ins Abräumen nicht genug dagegensetzen. In der zweiten Hälfte vermied zwar auch er einen weiteren Rückstand, doch mit 1:3 und 585:623 ging nicht nur der Punkt an die Hausherren, sondern auch einiges an Hölzern. Florian Möhrlein musste nach einem Fehlstart seinem Gegner hinterher laufen. Doch im Anschluss zeigte Möhrlein drei ausgeglichene Bahnen und sicherte mit 3:1 trotz weniger Kegel (580:582) gegen Fabian Lange den wichtigen Punkt.

Beim Stand von 2:2 und einem Rückstand bei der Holzzahl mussten Michael Wehner und Wolfgang Häckl beide Duelle gewinnen, um ein 4:4 zu erreichen. Während Häckl mit einer phänomenalen ersten Hälfte gegen den stärksten Kipfenberger Michael Schobert zu seinem Meisterstück ansetzte, hatte Wehner gegen Michael Niefnecker große Schwierigkeiten und geriet mit 0:2 in Rückstand. Doch Häckl hielt gegen die Angriffe von Schobert dagegen und sicherte sich mit 2:2 bei 628:585 den dritten Mannschaftspunkt. Wehner stemmte sich nun mit aller Kraft gegen die Niederlage. Im letzten Satz entwickelte sich ein Nervenkrimi. Diesen entschied Wehner für sich und holte mit 2:2 bei 609:601 den Mannschafts- und auch den Tabellenpunkt für Amberg.

Während sich dieses Unentschieden für Amberg wie ein Sieg anfühlt, war die Enttäuschung im Kipfenberger Lager entsprechend groß. Trotzdem bleibt die Tabellensituation für beide Teams so, dass der Klassenerhalt machbar ist. Das Positive: Die Amberger haben diesen in der eigenen Hand.Brosi - Klein 2:2/634:648/0:1 Stephan-Schwaiger 3:1/677:598/1:1 Kratz-Hüttner 3:1/623:585/2:1 Lange - Möhrlein 1:3/582:580/2:2 Schobert-Häckl 2:2/585:628/2:3 Niefnecker - Wehner 2:2/601:609/2:4 Gesamt: 3702:3648/4:4

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.